Die Saison ist für die FC-Profis vorbei – ein Youngster könnte jedoch noch in die Verlängerung gehen. Said El Mala hat immer noch Chancen, für die WM nominiert zu werden. Ein ehemaliger FC-Trainer legt sich fest.
WM & Transfer im SommerEx-FC-Trainer legt sich bei Said El Mala fest

Mit 13 Toren und vier Vorlagen hat Said El Mala eine riesige erste Saison in der Bundesliga hingelegt. Und der letzte Eindruck bleibt ja bekanntlich! Beim 1:5 des 1. FC Köln beim FC Bayern München hat der 19-Jährige die Köln-Fahne mit einem Treffer nach einem weiteren starken Solo hochgehalten.
Die Chancen, doch noch auf den WM-Zug von Julian Nagelsmann (38) aufzuspringen, sind dadurch sicherlich nicht kleiner geworden. Am Donnerstag (21. Mai 2026) wird der Bundestrainer sein Aufgebot bekanntgeben. Bislang hat sich der Trainer nicht so richtig in die Karten schauen lassen.
Friedhelm Funkel: El Mala muss mit zur WM!
Ein ehemaliger FC-Trainer legt sich dagegen fest! Friedhelm Funkel (72) sagt im Gespräch mit EXPRESS.de am Montagabend am Rande eines Talks im Kölner Tanzbrunnen: „Ich würde ihn mitnehmen! Man hat in München die Szene gesehen beim 1:2-Treffer, wo er 20 Meter in der eigenen Hälfte mit Ball am Fuß schneller ist als alle Bayern-Abwehrspieler. Das war ein Supertor!“
Funkel redet Nagelsmann quasi ins Gewissen: „Bei der WM wird man solche Spielertypen brauchen, die schnell sind und schnell umschalten können. Lennart Karl ist auch einer davon. Und El Mala auch. Sie können das. Said ist ein sehr, sehr guter Spieler. Ich würde ihn anstelle des Bundestrainers auf jeden Fall im Aufgebot dabeihaben.“
Funkel legt sich fest: Deutschland bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko mit Kölns Said El Mala! Auch bei einem weiteren El-Mala-Thema hat die Trainerlegende eine klare Meinung. Es geht um einen Transfer im Sommer. „Ich würde ihm empfehlen, noch ein Jahr beim FC zu bleiben. Er ist ein ganz junger Spieler. Er hat sich zum Stammspieler entwickelt und in Köln hat er alles, um sich noch weiterzuentwickeln. Die Fans lieben ihn, die Mitspieler lieben ihn, das Trainerteam liebt ihn – nirgendwoanders kann er sich so gut weiterentwickeln“, so Funkel.
Sollte El Mala allerdings zu einem Top-Klub oder in die Premier League wechseln, würde er es schwerer haben. Funkel sagt: „Wenn er nach England geht für 40 oder 50 Millionen Euro, hat er andere Mitspieler, die vielleicht ein bisschen neidisch auf ihn sind. Sich da durchzusetzen, ist ein bisschen früh, glaube ich. Man hat es an Florian Witz gesehen. Er hat ein paar Jahre bei Bayer Leverkusen und dort schon Champions League gespielt, bevor er zum FC Liverpool gewechselt ist. Trotzdem hat er am Anfang Probleme gehabt.“
Funkel legt sich also fest bei El Mala: „Ich glaube, ein weiteres Jahr FC würde ihm noch sehr, sehr guttun. Mal schauen, wie entschieden wird.“ Beim FC hat man eine gewisse Schmerzgrenze, würde El Mala auch gerne behalten. Doch bei gewissen Summen, die aufgerufen werden könnten, müsste man im Sinne des Vereins handeln und El Mala verkaufen. Am Ende haben aber der Spieler und seine Familie das letzte Wort. Dem Vernehmen nach ist Mutter Sabrina gegen einen Wechsel zu einem beliebigen England-Klub.
Funkel wird die Entwicklungen rund um den Teenager mit Spannung verfolgen. Mit seinen 72 Jahren ist der Trainer fit wie eh und je. Er unterstützt auch die Gesundheitskampagne „Nichts verpassen“, wobei es um Prostata-Vorsorgeuntersuchungen geht. „Ich kann es jedem nur empfehlen, sich den Untersuchungen zu stellen, denn das kann Leben retten. Ich bin regelmäßig bei der Prostata-Vorsorge, aber auch bei vielen weiteren Vorsorgeuntersuchungen. Wenn ich etwas habe, soll es schnell erkannt werden, denn dann kann geholfen werden“, erklärt der Coach.
Funkel fühlt sich so pudelwohl: „Tennis funktioniert bei mir, Padel funktioniert, Joggen auch – insofern bin ich richtig fit und hoffe, dass das lange so bleibt.“
