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„Dann wird es bitterböse“Peter Neururer äußert FC-Warnung und Rettungs-Hoffnung

Wie bewertet Peter Neururer die Chancen des 1. FC Köln im Bundesliga-Abstiegskampf? Vor einem Szenario warnt der ehemalige FC-Trainer.

Im Abstiegskampf schaut Peter Neururer (70) ganz besonders auf den 1. FC Köln. Von den vielen Vereinen, bei denen der Kult-Trainer in seiner langen Laufbahn an der Seitenlinie stand, ist der FC der einzige, der im unteren Tabellendrittel der Bundesliga um seine Ligazugehörigkeit spielt.

In der Saison 1995/1996 führte Neururer die Kölner selbst zur Rettung, übernahm damals in akuter Bedrohungslage nach dem 25. Spieltag. Nun hofft er, dass Trainer René Wagner (37) sich die Auszeichnung als FC-Feuerwehrmann ebenfalls bald in die eigene Vita schreiben darf.

Peter Neururer: Teams mit 31 Punkten längst nicht durch

Auch wenn nicht mehr viel zur Rettung fehlt, warnt Neururer davor, die Spannung im Saisonfinale zu früh abfallen zu lassen. „Die Situation des FC ist gefährlich, weil da andere Vereine auf Augenhöhe sind. Diese Mannschaften mit 31 Punkten haben alle ein Problem“, erklärte Neururer im Gespräch mit EXPRESS.de.

Aktuell sind die ersten vier Teams oberhalb der Abstiegsplätze punktgleich, der FC führt ein Quartett an, das von Borussia Mönchengladbach, dem Hamburger SV und Werder Bremen komplettiert wird.

Der FC St. Pauli schließt sich als Sechzehnter mit fünf Punkten Rückstand an, der VfL Wolfsburg auf dem direkten Abstiegsplatz liegt bereits sieben Zähler hinter dem rettenden Ufer.

Dem FC rät Neururer, die wenigen Punkte, die es zur Rettung noch benötigt, möglichst früh einzufahren. Zunächst stehen die Spiele gegen Bayer Leverkusen, Union Berlin und den 1. FC Heidenheim an.

Am letzten Spieltag geht es dann noch zum FC Bayern, der zwar schon als Meister feststeht, aber wegen der derzeit weiterhin bestehenden Triple-Chancen bis zum Schluss voll am Anschlag spielen könnte, um im Rhythmus zu bleiben.

„Es hängt vieles davon ab, ob die Bayern bis zum letzten Spieltag in allen Wettbewerben drin sind. Wenn das der Fall sein sollte, wird es bitterböse, denn die schonen sich nicht“, macht Neururer wenig Hoffnung auf einen Coup zum Saison-Abschluss: „Ich hoffe, dass der FC bis dahin genug Punkte hat.“

Grundsätzlich traut er der Mannschaft den Klassenerhalt in den kommenden Wochen aber auch vor dem Bayern-Spiel zu: „Die Art und Weise, wie sie spielen, ist in Ordnung. Sie haben Tempo im Spiel und sind gut strukturiert. Sie haben ein ordentliches Defensivverhalten, obwohl zeitweise viele Innenverteidiger gefehlt haben.“

Karol Mets trifft gegen den 1. FC Köln.

Fast so gut wie die Bayern

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