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OP abgewendetFunkel über Situation beim 1. FC Köln und Retter-Anrufe

Kölns Trainer Friedhelm Funkel kommt vor dem Spiel ins Stadion.

Copyright: Anke Waelischmiller/dpa

Trainer Friedhelm Funkel im Mai 2025 beim 1. FC Köln. 

Wenn sich einer im deutschen Fußball auskennt bezüglich Abstiegskampf und Rettung, dann ist es Friedhelm Funkel. Der 72-Jährige gilt als DER Feuerwehrmann unter den Trainern. Mit EXPRESS.de sprach er über den 1. FC Köln und seine eigenen Ambitionen.

Mit seinen 72 Jahren ist er topfit, schunkelte vor wenigen Tagen noch auf der Karnevalssitzung des 1. FC Köln und spielt in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne Tennis. Einzig das Knie bereitete Friedhelm Funkel zuletzt ein paar Probleme, doch eine OP konnte abgewendet werden. „Ich muss nicht operiert werden, habe keine Schmerzen mehr. Ich weiß auch nicht wie, aber das Problem hat sich gelöst“, lacht Funkel im Gespräch mit EXPRESS.de.

Der Coach wird im deutschen Fußball als absoluter Fachmann für Notsituationen geschätzt. Seine Stärken: Gespür, Ruhe, Empathie, Menschenkenntnis und reichlich Erfahrung. Dabei geht es nicht nur um Aufstiege, sondern auch um Rettungen und Klassenerhalte. Seit 1989 konnte der ehemalige Mittelfeldspieler (Uerdingen, Kaiserslautern) bei seinen 14 Stationen sieben Aufstiege feiern – einmalig im deutschen Fußball. Zudem sicherte er mit Klubs wie Hansa Rostock, Eintracht Frankfurt, Kaiserslautern oder dem 1. FC Köln die Klasse.  

Friedhelm Funkel lobt Kwasniok und glaubt an sicheren Klassenerhalt des 1. FC Köln

Ob er auch in dieser Saison wieder irgendwo einspringen wird? In der Bundesliga und 2. Bundesliga beginnt die spannende Saisonphase. Selbst im Umfeld des 1. FC Köln geistert sein Name immer wieder durch die sozialen Netzwerke – zahlreiche Fans würden ihn gerne beim FC sehen, nachdem er im vergangenen Jahr in den letzten beiden Spielen den Aufstieg in die Bundesliga klargemacht hat.

Köln steht nach 22 Spielen mit 23 Punkten auf Rang zwölf der Tabelle. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die sichere Rettung naht oder es ein Thriller bis zum letzten Spieltag wird. Funkel sieht den 1. FC Köln jedenfalls nicht in akuter Abstiegsgefahr: „Ich mache mir keine Sorgen um den FC, aber sie müssen jetzt aufpassen, dass sie nicht in die gefährliche Zone geraten. Dennoch bin ich sicher: Die Mannschaft wird die Klasse halten!“

Dafür nennt die Trainer-Legende zwei Gründe: „Der FC konnte gegen Teams wie Mainz, Wolfsburg oder den HSV schon gewinnen. Und bis auf Mönchengladbach hat Köln gegen keine Mannschaft, die in der Tabelle hinter dem FC steht, verloren“, so Funkel. Gegen Bremen, St. Pauli und Heidenheim wurde in der Hinrunde unentschieden gespielt. In den Rückspielen sollte der FC gegen diese Teams nun gewinnen.

Funkels zweiter Grund sind die Auftritte gegen die Top-Teams: „Köln hat immer gut gespielt, sich nur nicht belohnt.“ Am Samstag (21. Februar 2026) geht es gegen den Tabellendritten Hoffenheim (Rhein-Energie-Stadion, 15.30 Uhr/Sky und Liveticker auf EXPRESS.de). Im Hinspiel konnte der FC auswärts mit 1:0 gewinnen. Vielleicht klappt es ja dieses Mal gegen eine Top-Mannschaft.

Unter den FC-Fans wird auch heftig über die Wechsel von FC-Coach Lukas Kwasniok (44) diskutiert. Wäre es im Abstiegskampf gut, wenn man sich auf einen Stamm festlegt, um der Mannschaft eine gewisse Sicherheit zu geben? Experte Funkel sagt: „Das ist bei jedem Trainer unterschiedlich. Bisher hat Lukas Kwasniok viel richtig gemacht, denn der FC steht in der Tabelle gut da. Was er mit seiner Philosophie erreicht hat, ist absolut in Ordnung.“

Für Funkel sind die Diskussionen nur Nebenschauplätze: „Natürlich wünscht sich jeder Spieler möglichst viel Spielzeit, aber das ist doch kein Wunschkonzert. Kwasniok ist für die Ergebnisse verantwortlich und er hat bisher einen guten Job gemacht. Zu Beginn der Saison hat er auch viel rotiert, da hat keiner etwas dagegen gesagt, weil die Ergebnisse gestimmt haben.“ In den kommenden zwölf Spielen glaubt Funkel fest daran, dass die nötigen Punkte eingefahren werden.

Und wie sieht es mit den eigenen Ambitionen von Funkel aus? Rechnet er damit, dass bald wieder ein Vereinsvertreter bei ihm anruft? Er schmunzelt: „Ich verfolge das Geschäft, besonders natürlich die Vereine, bei denen ich schon gearbeitet habe. Aber ich bin da ganz entspannt, warte jetzt nicht am Telefon. Und falls jemand anruft, muss ich auch schauen, wer das ist. Aktuell genieße ich die Freizeit und den ein oder anderen Urlaub mit meiner Frau Anja.“

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