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+++ LIVETICKER +++ 1. FC Köln in Stuttgart Kwasnioks Karnevals-Elf: El Mala wieder auf der Bank

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„Das geht voll auf meine Kappe“Fortuna-Profi erklärt verballerte Großchance

Florent Muslija dribbelt mit dem Ball.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Fortuna-Dribbler Florent Muslija hatte mit einem indirekten Freistoß die große Chance auf die Führung, vergab jedoch kläglich. 

Fortuna Düsseldorf hätte gegen Preußen Münster durch einen indirekten Freistoß früh in Führung gehen können. Nach dem Spiel erklärte Florent Muslija, wieso er die Chance nicht nutzen konnte.

Es ist und bleibt das leidige Thema in dieser Saison: Mit gerade einmal 20 Treffern stellt Fortuna Düsseldorf die mit Abstand schwächste Offensive der gesamten Liga. Selbst der vor dem Spieltag Letztplatzierte aus Fürth konnte bislang zwölf Tore mehr erzielen als die Mannschaft von Trainer Markus Anfang (51).

Dementsprechend war es nicht verwunderlich, dass sich die Rot-Weißen auch beim Heimspiel am Freitagabend gegen Preußen Münster wieder schwertaten. Zwar war die Fortuna beim torlosen Unentschieden phasenweise die überlegene Mannschaft, doch am Ende fehlte die Präzision im letzten Drittel.

Düsseldorf: Muslija vergibt die große Chance zur Führung kläglich

Entweder kam der entscheidende Pass in der Spitze nicht an, oder es wurde wieder nach hinten gespielt. Des Öfteren versprang zusätzlich die Kugel bei der Ballannahme. Auch die Flanken flogen überall hin, nur nicht auf den Kopf von Stürmer Cedric Itten.

Während aus dem Spiel heraus nur wenige Torchancen erspielt wurden, hätte die Fortuna mit einem indirekten Freistoß früh in der Partie in Führung gehen können. Nach einem Abstoß in der 18. Spielminute presste Satoshi Tanako hoch an und zwang Münsters Marvin Schulz zu einem haarsträubenden Fehlpass zu seinem eigenen Keeper.

Damit die Kugel nicht im eigenen Netz landete, musste SCP-Torhüter Johannes Schenk zur Parade ansetzen und die Kugel aufnehmen. Schiedsrichter Robert Kampka hatte keine andere Wahl, als auf einen indirekten Freistoß aus rund fünf Metern Entfernung zu entscheiden. Nach längerer Beratung schnappte sich Florent Muslija den Ball.

Doch statt das Ding in die Maschen zu dreschen, zog der Kosovare ab und traf ausgerechnet seinen eigenen Mitspieler Anouar El Azzouzi. Der verweilte wohl auf der Linie, um die Gegenspieler zu blocken, doch am Ende stand sich die Mannschaft damit wortwörtlich selbst im Weg.

Nach der Partie erklärte der Schütze die misslungene Aktion: „Mein Plan war es, dass Lenzer (Christoper Lenz, Anm. d. Red.) den Ball reinrollt. Sein Plan war, dass er ihn nur antippt. Deswegen kam ich dann kurz vorm Abschluss ins Stocken. Dementsprechend war der Abschluss dann auch nicht gut, das muss ich besser machen.“

Florent Muslija: „Das geht voll auf meine Kappe“

Neben einem möglichen Gewalt-Schuss gab es auch noch die Option auf einen Querpass zu Innenverteidiger Elias Egouli am zweiten Pfosten. Der Abwehrhüne stand vollkommen frei und hätte nach einem Zuspiel lediglich einschieben müssen. Zwar standen die Gäste aus Münster mit allen Spielern auf der Linie, dadurch ergab sich jedoch auf der rechten Seite eine Lücke, die man hätte nutzen können.

Muslija übernahm nach dem Spiel die komplette Verantwortung für die kuriose Szene: „Es gab leider ein kleines Kommunikations-Problem. Deswegen war der indirekte Freistoß von mir dann schlecht geschossen. Das geht voll auf meine Kappe natürlich, und das nehme ich voll auf mich. Daraus müssen wir lernen.“

Mit der verpassten Chance auf den Dosenöffner gegen Münster muss man nun jedoch leben. Vielleicht gibt es unter der Woche im Training ja eine Extraeinheit für solche Situationen.

Dass es auch anders gehen kann und ein indirekter Freistoß nicht nur Spiele, sondern sogar eine ganze Meisterschaft beeinflussen kann, zeigte im Jahr 2001 der FC Bayern. Am letzten Spieltag erzielte der Schwede Patrik Andersson in der Nachspielzeit per indirektem Freistoß den Ausgleich gegen den HSV und sicherte den Münchenern damit den Titel. Konkurrent Schalke war für vier Minuten Meister und eine Legende war geboren.

Wortgefecht zwischen Christopher Lenz und Jano ter Horst.

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