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„Das ist natürlich großartig“Ex-FC-Talent darf endlich ran – Debüt mit kleinem Makel

Nach seinem Wechsel von Köln nach Nürnberg durfte Justin von der Hitz lange nur in der Regionalliga ran. Bis zum Karnevalsfreitag!

Lange musste sich Justin von der Hitz gedulden, am Karnevalsfreitag war es endlich so weit: Der ehemalige Kölner hat sein Profidebüt beim 1. FC Nürnberg gefeiert!

Zum Auftakt des 22. Spieltags der 2. Bundesliga durfte der U17-Weltmeister und deutsche U19-Meister erstmals ran – und das von Beginn an. Seit seinem Sommerwechsel aus dem Nachwuchs des 1. FC Köln nach Nürnberg hatte von der Hitz bislang nur in der viertklassigen Regionalliga Bayern gespielt, in der er in 14 Spielen vier Tore erzielt hat.

Von der Hitz nach Elfer-Foul: „Ansonsten bin ich ganz zufrieden“

Beim 5:1-Sieg der Franken gegen den Karlsruher SC schenkte Rio-Weltmeister Miroslav Klose dem Youngster das Vertrauen. „Das ist natürlich großartig. Zum einen, dass ich heute mein Debüt feiern durfte und zum anderen, dass das Debüt mit so einem verdienten Sieg gekrönt wurde“, freute sich von der Hitz.

Ganz ideal lief das Debüt freilich nicht. Von der Hitz verschuldete durch ein Foul an Leon Opitz einen Elfmeter und damit den einzigen Gegentreffer (58.). Davon ließ sich der gebürtige Bergisch Gladbacher seine Premiere aber nicht vermiesen.

„Der Elfmeter war mein Fehler, aber ansonsten bin ich ganz zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen. Ich werde jetzt im Training mein Bestes geben, dass ich nächste Woche vielleicht wieder ran darf“, gab sich von der Hitz kämpferisch.

Der FC hätte von der Hitz dem Vernehmen nach gerne in Köln behalten, doch dem Talent fehlte in seiner Heimat die Perspektive. Zum Abschied hatte er mit der Kölner U19 nochmal ein echtes Highlight erlebt, als er im Finale um die deutsche Meisterschaft beim spektakulären 5:4-Sieg gegen Bayer Leverkusen in der BayArena zwei Tore erzielte.

Justin von der Hitz und Torwart Jan Reichert lachen nach dem Spiel in die Kamera.

Copyright: IMAGO/Zink

Justin von der Hitz freute sich nach seinem erfolgreichen Profi-Debüt mit Nürnberg-Torwart Jan Reichert.

Trainer Klose habe ihm beim Abschlusstraining gesagt, dass es sein könnte, dass er spielt, berichtete der Außenbahnspieler nun. „Er hat mir gesagt, dass ich mutig spielen soll, nicht nervös sein brauche und einfach mein Spiel machen soll. Das habe ich versucht. Ich denke, es hat ganz gut geklappt.“

Klose hatte erst einen Tag vor dem Spiel seinen Vertrag bis Sommer 2028 verlängert und damit eine Hängepartie beendet. „Es war ein richtig guter Abend für uns. Wir haben in den letzten Spielen viel liegenlassen. Aber wir wissen, dass es im Fußball solche Phasen gibt. Heute waren wir sehr effektiv und darüber bin ich sehr glücklich. Es gibt nichts Schöneres, als mit einem Heimsieg ins Wochenende zu gehen und vorzulegen“, sagte der ehemalige Weltklassestürmer.

Die von den Mehrfachtorschützen Mohamed Ali Zoma (41., 50., 65.) und Julian Justvan (25., 28.) angetriebenen Nürnberger beendeten genau zum richtigen Zeitpunkt ihr Tief von drei sieglosen Spielen. Mit dem achten Saisondreier überholte der diesmal auftrumpfende Club den extrem behäbigen KSC in der Tabelle und liegt mit nun 29 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang acht.

Beim 1. FC Nürnberg ragten aber nicht nur Zoma oder Justvan heraus. Adriano Grimaldi als Anspielstation im Sturm und der lauffreudige Startelfdebütant Rabby Nzingoula im defensiven Mittelfeld rundeten mit ihren Leistungen einen perfekten Club-Abend ab. Es war gleichzeitig ein glänzendes Vertragsgeschenk für ihren Trainer. „Es war schon ein verdammt wichtiger Sieg für uns. Wir wollten Karlsruhe in der Tabelle überholen, das ist uns geglückt. Wir haben jetzt zwei schwere Auswärtsspiele vor uns, aber darauf freue ich mich“, so Klose. (mit dpa)

Im Rewe in Hamburg posieren die Inhaber Holger Stanislawski und Alexander Laas in der Gemüseabteilung.

Seit 2014 Supermarkt-Chef

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