Fortuna Düsseldorf kam im Keller-Duell gegen Münster nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Für Fortuna-Kapitän Florian Kastenmeier zu wenig. Er fordert ein anderes Auftreten.
„Mit viel breiterer Brust“Kapitän macht Ansage an Fortuna-Profis

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Fortuna-Kapitän Florian Kastenmeier erwartet mehr von seinen Mitspielern in Düsseldorf.
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Als Kapitän von Fortuna Düsseldorf hat Torhüter Florian Kastenmeier (28) in der Kabine und auf dem Platz das Sagen. So auch am Freitagabend bei der ereignisarmen Null-Nummer im Keller-Duell gegen Preußen Münster.
Der Keeper hatte nicht viel zu tun, war jedoch zur Stelle, wenn es mal brenzlig wurde. Gemeinsam im Defensiv-Verbund blieb man in dieser Saison zum vierten Mal ohne Gegentor. Auf der anderen Seite des Platzes herrschte jedoch eine ähnliche Flaute. Von insgesamt zehn Schüssen landeten gerade einmal zwei auf dem gegnerischen Kasten der Münsteraner.
Kastenmeier: „Fehlt uns einfach, dass wir auch mal früh in Führung gehen“
Für Kastenmeier zu wenig. Nach der Partie bilanzierte der Kapitän: „Das müssen wir irgendwie verdauen, weil der eine Punkt zu wenig ist. Klar nimmt man hinten die Null mit, aber der Punkt ist am Ende zu wenig. Wir tun uns ja schon länger schwer, dass wir die Box mit genug Spielern besetzen. Wir hatten Chancen, wo zu wenig Personal in der Box war, und so ist es schwieriger Tore zu erzielen. “
Besonders nach den zuletzt guten Auftritten in der heimischen Arena verwundert das. Gegen Fürth, Bielefeld und Paderborn gab es gleich drei Siege in Stockum.
Tor-Festivals sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer dabei zwar auch nicht, doch die fünf Treffer sicherten am Ende neun wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.
Dementsprechend hätte man laut dem Fortuna-Kapitän auch selbstbewusster auftreten müssen: „Es ist nicht unser Anspruch, den direkten Konkurrenten auf Abstand zu halten. Wir spielen zuhause und da müssen wir auch wegen der letzten Spiele mit einer viel breiteren Brust an die ganze Sache rangehen.“
Weiter legte der 28-Jährige den Finger in die Wunde: „In der ersten Halbzeit müssen wir zielstrebiger auf das Tor gehen und dann fällt es auch leichter mit einem 1:0 im Rücken. Es fehlt uns einfach, dass wir auch mal früh in Führung gehen, wie wir es schon ein paarmal gegen uns hatten. Deswegen müssen wir am Ende mit dem Punkt leben, aber es ist sehr unbefriedigend.“
Ob es wirklich zwei verlorene Punkte waren, oder doch ein gewonnener Zähler, wird sich erst am Ende der Saison zeigen. Die Aufgaben werden jedenfalls nicht leichter: Kommenden Samstag muss die Mannschaft von Trainer Markus Anfang (51) zu Aufstiegs-Aspirant Darmstadt 98 reisen. Will man gegen den Tabellenführer des 21. Spieltages Punkte mit nach Düsseldorf nehmen, braucht es definitiv eine breitere Brust als gegen Münster.


