Der 1. FC Köln trifft am Samstag daheim auf die TSG Hoffenheim. Kölns Stürmer Marius Bülter sprach vor der Partie über die eigene Lage, den Gegner und ein mögliches Wiedersehen mit Tim Lemperle.
FC gegen HoffenheimWiedersehen mit Lemperle? Bülter: „Hoffentlich nicht“
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Kann der FC am Samstag (21. Februar 2026, 15.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) mal wieder gegen ein Top-Team punkten? Zuletzt hielt Köln immer gut mit, stand aber am Ende mit leeren Händen da.
Am Samstag geht es daheim im Rhein-Energie-Stadion gegen die TSG Hoffenheim. Vor dem Duell mit seinem Ex-Klub sprach Marius Bülter (32) über die Situation in Köln. Nach dem 1:3 in Stuttgart ist der Frust noch groß: „Ja, es ist bitter. Man sitzt das fünfte, sechste Mal in dieser Saison in der Kabine und fragt sich: Warum hat man nichts mitgenommen? Aber es muss uns auch Mut geben, weiter so zu arbeiten und vielleicht noch ein Stück mehr zu machen, um uns dann auch endlich mal zu belohnen.“
Tim Lemperle gegen Köln vor Comeback
Was auch Mut macht: Gegen Hoffenheim gab es im Hinspiel auswärts einen 1:0-Sieg für die Kölner. Allerdings ist die TSG dieses Mal Tabellendritter und spielte zuletzt richtig stark beim 3:0 gegen Freiburg. Bülter warnt: „Da ist eine Mannschaft, die sehr, sehr gut in Form ist. Die sehr intensiv spielt, klare Abläufe hat, hoch presst und so immer wieder gefährliche Situationen erspielt. Aber wir haben ein Heimspiel. Deswegen gehen wir schon mit Selbstvertrauen und mit dem Wissen rein, dass wir auch solchen Mannschaften wehtun können. Klar, möchten wir dieses Mal endlich was mitnehmen.“
Es könnte auch zu einer brisanten Köln-Rückkehr kommen: Tim Lemperle (24) hatte Köln im letzten Sommer mit ein paar Party-Skandalen verlassen. Zuletzt war er angeschlagen, zog sich Ende Januar eine Innenbandverletzung zu und verpasste zwei Spiele. Zuvor steuerte Lemperle in 18 Spielen sechs Treffer und zwei Vorlagen bei. Hoffenheims Coach Christian Ilzer sagte: „Wir sind guter Dinge, dass es fürs Köln-Spiel reicht.“
Bülter war in der Vorbereitung vor seinem Köln-Wechsel noch einige Wochen mit Lemperle bei der TSG. Er hofft auf etwas anderes, schmunzelt dabei: „Ich habe ihn zwei, drei Wochen bei Hoffenheim erlebt. Ich habe mich gut mit ihm verstanden. Er spielt eine super Saison. Ich weiß gar nicht, ob er jetzt fit ist fürs Wochenende. Hoffentlich nicht.“
Bülter möchte gegen Hoffenheim die eigenen Stärken auf jeden Fall wieder besser ausspielen: „Wir sind gut, wenn es darum geht, Bälle hoch zu erobern und umzuschalten. Das haben wir auch gegen Stuttgart gezeigt. Da hatten wir viele Situationen, in denen wir dann aber nicht mit der letzten Konsequenz die Sache ausgespielt haben. Da haben wir in dieser Woche daran gearbeitet, hoffentlich können wir es am Samstag umsetzen.“
Generell macht sich Bülter vor dem 23. Spieltag beim Blick auf die Tabelle keine allzu großen Sorgen. Mit 23 Punkten liegt der FC auf Rang zwölf. Auf Relegationsplatz 16 (Bremen) sind es vier Punkte, auf den direkten Abstiegsplatz 17 (St. Pauli) sind es sechs Zähler Vorsprung.
„Ja, das ist okay. Man muss immer schauen, wo wir herkommen und was das Ziel vor der Saison war. Und das war die ganze Zeit der Klassenerhalt. Wenn man dann zwölf Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung hat, dann steht man gut da“, so Bülter. Er weiß allerdings auch: „Aber es sind auch nur vier Punkte. Das ist alles sehr eng unten beieinander. Jeder Spieltag kann es schnell verschieben. Das muss uns bewusst sein. Es kommen noch wichtige Spiele gegen direkte Konkurrenten, die muss man dann auf jeden Fall gewinnen.“



