Der 1. FC Köln gerät immer tiefer in den Abwärtsstrudel. Nach zuletzt nur zwei Siegen aus 15 Spielen ist die Abstiegsangst der Fans groß. Es hagelt Kritik. Abwehrspieler Cenk Özkacar hat jetzt verraten, wie das Team mit dem Druck umgeht.
Reichlich Fan-Wut und KritikFC-Profi Cenk verrät Plan der Mannschaft
Autor
Aktualisiert
In den sozialen Netzwerken schimpfen zahlreiche FC-Fans seit Wochen auf den 1. FC Köln und im Speziellen auf Trainer Lukas Kwasniok (44). Auf Facebook und Co. können viele, ohne ihr Gesicht zu zeigen, so richtig abledern und Dampf ablassen.
Am Dienstag (3. März 2026) schwappte die Wut auch ans Geißbockheim. Ein Fan kritisierte Kwasniok und meinte: „Der Coach ist demnächst weg! Zwei Spiele gebe ich dem noch. Dortmund, Hamburg und tschüss!“ Auch Kapitän Marvin Schwäbe bekam Wut ab. Er konterte, dass negatives Denken in dieser Situation nichts bringen würde. Und der Torwart appellierte an den Anhänger, die Mannschaft weiter zu unterstützen.
Cenk Özkacar: „Wir bekommen die negativen Stimmungen mit“
Nach der Einheit sprach Kölns Abwehrspieler über die angespannte Lage rund um den FC. Der türkische Abwehrspieler verriet, dass sich die Mannschaft für die kommenden Wochen eingeschworen hat: „Wir wissen alle, wie die Situation ist. Wir bekommen auch die negativen Stimmungen und die negativen Meinungen von außerhalb mit. Für uns ist das Allerwichtigste, dass wir diese negativen Gedanken nicht in den Klub oder in die Kabine bringen! Wir denken nur positiv!“
Cenk weiter: „Natürlich sehen wir der Realität ins Auge, es sind nur zwei Punkte auf einen Relegationsplatz, aber wir stehen zusammen mit positiven Gedanken. Dann kommen die Resultate und wir sind bald nicht mehr in dieser gefährlichen Lage.“
Generell glaubt Cenk, dass beim FC alle gut mit dem aktuellen Druck umgehen können. In den kommenden zehn Spielen sollten für die Rettung vier Siege eingefahren werden. Nicht unmöglich bei dem Restprogramm mit Gegnern wie HSV, Mönchengladbach, Bremen, St. Pauli, Union Berlin oder Heidenheim.
„Druck hat jeder Mensch im Leben. Natürlich ist der Druck jetzt bei uns ein kleines bisschen größer. Aber wir sind professionell und wissen, dass es nur einen Weg gibt, um da rauszukommen: Hart arbeiten, immer 100 Prozent geben und das umsetzen, was der Coach uns sagt.“
Am Samstag erwartet er einen harten Gegner, wenn Borussia Dortmund ins Rhein-Energie-Stadion (7. März 2026, 18.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) kommt: „Aber es ist egal, ob ein guter oder eher weniger guter Gegner kommt. Man weiß ja vorher nie, wie das Spiel ausgehen wird. Wir sollten nur auf uns schauen. Wir müssen unser bestes Gesicht zeigen. Natürlich ist Dortmund gut, aber wir werden bis zum Ende kämpfen.“
Dass Köln sich in diese Situation manövriert hat, ist für Cenk keine Überraschung: „Viele Mannschaften haben ähnliche Probleme, denn es ist ja keine kurze Reise. Die Saison ist lang, da gibt es Phasen, wo es gut läuft, und weniger gute Abschnitte. Aktuell haben wir keine Balance, aber die kommt bald zurück.“



