Abo

Entsetzen & WarnungenEl-Mala-Debatte beim FC: Kwasniok hat eigene Sicht

Experten und Fans diskutieren nach dem 2:2 des 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim leidenschaftlich über die Aufstellung von Trainer Kwasniok. El Mala kam nur von der Bank – der Coach hat Gründe genannt.

Als die Aufstellung vor dem richtungsweisenden Spiel des 1. FC Köln in Heidenheim bekannt gegeben wurde, waren viele Fans und Experten entsetzt. Tenor: El Mala ist der beste FC-Spieler, er muss doch in der Startformation stehen! Ein Fan schrieb in den sozialen Netzwerken sogar Richtung Kwasniok: „Jeder halbwegs seriöse Verein hätte ihn spätestens nach dem Einreichen der Aufstellung gefeuert.“ Entsetzen fast überall …

Sky-Experte Didi Hamann (52) sagte nach dem 2:2 im Kellerduell: „Den Jungen (Debütant Fynn Schenten, Anm. d. Red.) von Anfang an spielen zu lassen und El Mala rauszulassen – da muss der Trainer vorsichtig sein, damit machst du dich angreifbar.“ In Heidenheim sei es aber nochmal gutgegangen. Dennoch geht Hamann davon aus, dass El Mala am Mittwoch (14. Januar 2026, 20.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) wieder in der Startformation steht.

Kwasniok sieht El Malas als große Joker-Waffe

Zuletzt ließ Kwasniok seinen Youngster zweimal zu Beginn auf der Bank. Im El-Mala-Lager sorgte dies angeblich auch für Irritationen. Köln hat einen Spieler, der zur Nationalmannschaft berufen wurde und einen Marktwert von über 40 Millionen Euro hat, setzt ihn aber hauptsächlich nur als Joker ein. 

Allerdings weiß Kwasniok, dass El Mala seine Lebensversicherung sein kann, wenn er von der Bank kommt. In insgesamt 16 Bundesligaspielen setzte der Trainer El Mala sechsmal von Beginn an ein, nur einmal spielte er durch. Zehnmal wurde er eingewechselt. Fünf seiner sieben Treffer erzielte El Mala nach Einwechslungen.

So hat der FC-Trainer  seinen eigenen Blick auf El Mala, sagte nach dessen nächstem Joker-Treffer zum 2:2 in Heidenheim: „Said ist einer der besten Einwechselspieler, den die Bundesliga aktuell zu sehen bekommt. Aber es gibt für mich drei Kategorien von Spielern: Es gibt Spielabarbeiter, Spielverbesserer und Spielentscheider. Und Spielentscheider entscheiden Spiele vor allem in der zweiten Halbzeit hinten raus. Und da ist Said eben einer der Besten.“

Auch wenn viele Experten und Fans danach schreien, dass El Mala von Beginn an ran muss, will der FC-Coach die Stärken des Youngsters anders zur Geltung kommen lassen: „Wir wollen uns einfach seine Waffe zunutze machen. Und wenn er von Beginn an spielt, muss er sehr viel abarbeiten und dann geht ihm ein wenig seiner Qualität verloren.“

Kwasniok weiß aber, dass er El Mala weiterentwickeln muss, damit er auch eine 90-Minuten-Waffe wird: „Es ist ein ganz schmaler Grat, ihn dahin zu bekommen, dass er nicht nur ein Abarbeiter, sondern auch ein Spielverbesserer wird, damit er eben abarbeiten und entscheiden kann. Da müssen wir eine gute Balance finden, dass wir ihn auf der einen Seite nicht verheizen, aber ihm auch die Stärke nicht nehmen. In den zweiten 45 Minuten ist der Gegner nun mal etwas müder und dann kommen seine Waffen noch mehr zur Geltung. Wir werden ihn hoffentlich in der richtigen Balance einsetzen und sind logischerweise happy, dass er bei uns ist.“

Der Coach lässt so durchblicken, dass sich im Umfeld viele aufregen können, letztlich hat er aber das entscheidende Wort, wann und wie viel El Mala bei ihm spielt. Die Debatte wird also weitergehen …