Lukas Kwasniok holte mit dem 1. FC Köln zum Jahres-Auftakt in der Bundesliga einen Punkt beim 1. FC Heidenheim. Sky-Experte Dietmar Hamann sprach danach eine Warnung an den FC-Trainer aus.
„Machst dich damit angreifbar“Hamann richtet Warnung an FC-Trainer Kwasniok
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Das Kribbeln vor dem Rückrunden-Auftakt war beim 1. FC Köln deutlich spürbar, mit dem 2:2-Unentschieden beim 1. FC Heidenheim kann der FC das Grummeln am Geißbockheim aber längst nicht verstummen lassen.
Im Gegenteil: Das Banner der Ultras gegen Lukas Kwasniok (44) sorgt für noch mehr Zunder, zumal allein das Wochenende mit den Ausbootungen von Luca Waldschmidt (aus dem Kader gestrichen) und Cenk Özkacar (trotz Abwehr-Not nur auf der Bank) neue Brennpunkte mit sich brachte.
Hamann sorgt sich um Heidenheim – und spricht über die Lage beim FC
In der Analyse bei Sky zerbrach sich Experte Dietmar Hamann (52) zunächst den Kopf über die brisante Lage für den Tabellenvorletzten aus Heidenheim, der weiterhin fünf Punkte hinter dem FC liegt.
Hamann grübelte: „Wenn du zu Hause gegen Köln, die jetzt siebenmal nicht gewonnen haben, zweimal führst, sie dann aber nicht schlägst: Wen willst du dann schlagen? Das ist etwas, was mir bei den Heidenheimern nach dem heutigen Spiel etwas Sorgen macht.“
Dass der FC im Umkehrschluss einen Zähler vom verschneiten Schlossberg entführte, sei aus Kölner Sicht absolut in Ordnung: „Für sie ist das okay. Das hat alles wieder etwas beruhigt. Sie haben den Abstand zu den Heidenheimern gehalten und können mit dem Punkt gut leben.“
Angriffsfläche bei Kwasniok sah er dennoch, richtete daher auch eine gut gemeinte Warnung an den Kölner Coach. „Den Jungen (Debütant Fynn Schenten, Anm. d. Red.) von Anfang an spielen zu lassen und El Mala rauszulassen – da muss der Trainer vorsichtig sein, mit sowas machst du dich angreifbar.“

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Sky-Experte Dietmar Hamann sprach am Samstag über die Personal-Entscheidungen von FC-Trainer Lukas Kwasniok
Einen Vorwurf wollte Hamann darin nicht formuliert wissen. Die Strategie sei in Heidenheim schließlich „noch mal gut gegangen“, zudem lobte er den Kölner Topscorer als guten Joker. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause hatte El Mala in der Voith-Arena zum 2:2-Endstand getroffen.
„Jetzt kann man sagen, El Mala macht seine besten Spiele von der Bank“, räumte der frühere Bayern-Star ein. Für das Spiel am Mittwoch gegen die national noch ungeschlagenen Münchner rechnete Hamann aber wieder fest mit dem wertvollsten FC-Profi in der Startformation: „Ich gehe davon aus, dass er jetzt unter der Woche anfangen wird.“

