Beim 1. FC Köln herrscht Alarmstimmung, nachdem der Vorsprung im Abstiegskampf auf ein Minimum zusammengeschmolzen ist. Auch am Dienstag stand Trainer Kwasniok unter Beobachtung.
Trainer unter BeobachtungKwasniok zieht beim FC die Zügel an
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Zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (Werder Bremen), vier Punkte auf Abstiegsplatz 17 (VfL Wolfsburg) und mit Borussia Dortmund und dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV zwei schwere Duelle vor der Brust! Beim 1. FC Köln herrscht Alarmstimmung.
Nicht wenige Experten gehen sogar davon aus, dass es für Kwasniok eng werden könnte. Sky-Moderator Thomas Wagner rechnet schon mit drei Trainer-Endspielen. Der FC-Coach ist vor dem BVB-Spiel am Samstag, 7. März 2026, 18.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) unter Beobachtung!
Vorstand auch am Dienstag beim Köln-Training – Kwasniok lautstark
Am Montag verfolgten Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler sowie die beiden Vizepräsidenten Ulf Sobek und Jörg Alvermann die Trainingseinheit vom Start bis zum Ende. Auch am Dienstag war Alvermann am Geißbockheim, verfolgte, was der Trainer so treibt. Und Sobek war mit Weltmeister-Fitmacher Arne Greskowiak dabei.
Auf dem Platz zog Kwasniok die Zügel an. Das war sichtbar und hörbar. Der Coach gestikulierte wild bei zahlreichen Spielformen, forderte die Spieler auf, cleverer zu sein. Dabei ging es auch um Stellungsspiel. „Ein Meter ist entscheidend“, brüllte Kwasniok und zeigte den Profis an, wo sie zu stehen haben und wann sie aggressiver attackieren sollten.
Nach der Niederlage in Augsburg haderten alle beim FC, denn vor dem 0:1 hatte man den Gegner nur begleitet, anstatt ihn zu stoppen. Genau solche Szenen will Kwasniok nie wieder sehen. Während der Einheit trommelte er dann alle Spieler zusammen, kniete sich nieder und zeigte auf einer großen Taktiktafel seinen Plan und was er erwartet.
Abwehrspieler Cenk Özkacar sagte, dass man voll auf den Coach hören müsse: „Druck hat jeder Mensch im Leben. Natürlich ist der Druck jetzt bei uns ein kleines bisschen größer. Aber wir sind professionell und wissen, dass es nur einen Weg gibt, um da rauszukommen: hart arbeiten, immer 100 Prozent geben und das umsetzen, was der Coach uns sagt.“
Sobek glaubt auch daran, dass Kwasniok das Ruder rumreißen wird nach zuletzt nur zwei Siegen aus 15 Spielen: „Solche Phasen wie aktuell gehören für einen Aufsteiger in dieser Liga zur Realität dazu. Wir haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind und Spiele auf diesem Niveau gewinnen können.“
Aus den verbleibenden zehn Spielen muss der FC für die Rettung noch vier Siege holen. Das Restprogramm der Kölner: Dortmund (H), Hamburger SV (A), Mönchengladbach (H), Frankfurt (A), Bremen (H), St. Pauli (A), Leverkusen (H), Union Berlin (A), Heidenheim (H), FC Bayern München (A).



