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„Liebe den Jungen“FC-Youngster verzückt Kwasniok nach Debüt

Fynn Schenten im Zweikampf mit Tim Siersleben.

Fynn Schenten feierte beim Spiel in Heidenheim sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln. 

Der 1. FC Köln kam beim Auftakt des neuen Fußball-Jahres zu einem 2:2 in Heidenheim. Dabei vertraute Lukas Kwasniok einem Youngster, der zuvor noch kein einziges Spiel im Herren-Fußball absolviert hat.

Es hatte sich bereits im Trainingslager angedeutet, doch die Bundesliga-Premiere von Fynn Schenten (18) für den 1. FC Köln in Heidenheim war dennoch eine faustdicke Überraschung. Nach sechs sieglosen Spielen warf Lukas Kwasniok den Stürmer ins eiskalte Bundesliga-Wasser, während Said El Mala, Marius Bülter oder auch Linton Maina allesamt auf der Bank saßen.

Ein äußerst mutiger Schachzug des Trainers, schließlich hatte der 18-Jährige bis dato noch kein einziges Spiel im Herren-Fußball auf dem Buckel. Doch der Knipser der U19, der vor allem in der Youth League für Furore gesorgt hat, überzeugte Kwasniok mit einem forschen Auftritt im spanischen La Nucia und verdiente sich damit seinen allerersten Profi-Einsatz für seinen Heimatverein.

Kaminski: „Er hat alles, um Bundesliga zu spielen“

„Bei Fynn haben wir schon gewusst, was wir bekommen. Er trainiert jetzt drei Wochen bei uns und ist in jedem Training einfach engagiert. Er hat den Vorteil, dass er schon mit 18 eine gewisse Körperlichkeit mitbringt und nicht lange braucht, um unser Spiel zu adaptieren“, sagt Kwasniok.

Eine Wucht, die auch seine Teamkollegen beeindruckt. „Ich denke, er hat alles, um Bundesliga zu spielen – 90 Kilo, sehr groß und wuchtig“, sagt Jakub Kaminski über seinen Offensiv-Partner. Beinah hätte das Duo beim 2:2 in Heidenheim auch prompt etwas zu feiern gehabt.

Nach einer feinen Hereingabe von Schenten kam Kaminski in der 12. Minute frei zum Abschluss, scheiterte aber aus kurzer Distanz am glänzend aufgelegten Heidenheim-Keeper Ramaj. Vor allem in der Anfangsphase hinterließ Schenten einen erfrischenden und unbekümmerten Eindruck.

Mit Laufe des Spiels wurde dann allerdings immer deutlicher, dass die Bundesliga noch mal ein ganz anderes Kaliber ist als das, was er sonst so spielt. Nach 62 Minuten war sein erstes Bundesliga-Abenteuer dann beendet, der Youngster hatte zwar nur 12 Ballkontakte, schrubbte dafür aber knapp acht Kilometer und hatte am Ende eine positive Zweikampf-Bilanz.

Kwasniok freut sich über die zusätzliche Sturm-Option im neuen Jahr. Gleichzeitig deutete er an, dass es nicht der letzte Startelf-Einsatz von Schenten in dieser Saison gewesen sein könnte.

„Er hat schon in diesen Trainingseinheiten dazugelernt, auch von den Stürmerkollegen. Er hat sich schon was abgeschaut, wie er sich in Duellen auch behaupten kann. Er bringt einfach Tiefgang mit und die Bereitschaft, gegen den Ball zu arbeiten. Deswegen ist es auch ein Spieler, der von Beginn an auflaufen kann, weil er erstmal abarbeitet und sich nicht mehr auf die offensiven Qualitäten verlässt, die ihn aber zu einem insgesamt sehr interessanten Spieler machen. Ich liebe den Jungen“, lautet Kwasniok überschwängliches Urteil nach der Premiere.