Nach acht sieglosen Spielen ist es um die FC-Stimmung nicht zum Besten bestellt. Lukas Kwasniok ordnet die Lage ein.
„Wahrheit in der Mitte“Miese FC-Stimmung? Das sagt Kwasniok
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Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, das immer mit Ergebnissen zusammenhängt. Da bildet der 1. FC Köln keine Ausnahme. Die Stimmung rund um den Klub ist nach acht sieglosen Spielen naturgemäß getrübt.
Das wollte Jakub Kaminski mit seiner Aussage nach der Niederlage gegen Bayern auch so transportieren. Dort sagte er: „Es ist das achte Spiel ohne Sieg, da ist die Stimmung in der Mannschaft natürlich nicht so gut.“
„Wir laufen auch nicht schlecht gelaunt durch die Katakomben“
Dabei ist „Stimmung“ aktuell ein Reizwort beim FC. Denn die Verantwortlichen – allen voran Lukas Kwasniok – betonen bei jeder Gelegenheit, dass es keine atmosphärischen Störungen im Team geben würde und die Unruhe nur von außen hereingetragen wird.
„Es ist normal, dass alles immer etwas überspitzt dargestellt wird, aber man muss auch nicht immer alles dramatisieren. Es ist aber auch nicht so, dass wir uns die ganze Zeit vor Freude in den Arme liegen. In der Mitte liegt die Wahrheit. Wir sind nicht happy, wie es ist, aber wir laufen auch nicht schlecht gelaunt durch die Katakomben“, sagt der Coach: „Es gibt zwischen guter Laune und Lachen auch einen normalen Ist-Zustand. Bei allem, was wir tun, ist schon noch immer ein Lächeln dabei.“
Mit der deutlichen Kritik an seiner Mannschaft im Trainingslager, mit der er selbst die Spekulationen um die Stimmung befeuert hatte, wollte er seine Jungs lediglich wachrütteln und die Sinne schärfen.
In Spanien hatte der Coach der Mannschaft fehlende Hingabe vorgeworfen und am Ende harte personelle Konsequenzen gezogen, indem er Luca Waldschmidt und Florian Kainz aus dem Kader strich und stattdessen in Matthias Köbbing lieber einen dritten Torwart mit nach Heidenheim nahm.
„Wenn man als Trainer mit etwas unzufrieden ist, muss man deutlich darauf hinweisen und konsequent handeln. Denn Inkonsequenz schafft Alibis“, sagt Kwasniok. Und die darf es im harten Abstiegskampf nicht geben. Es braucht Punkte und Siege, um dem Abwärtsstrudel wieder zu entkommen.
Dass die Mannschaft nach wie vor intakt ist, hat sie mit zwei leidenschaftlichen Auftritten gegen Heidenheim und vor allem gegen Tabellenführer Bayern bewiesen. Das alles ist aber nur etwas wert, wenn man gegen Mainz mit einer starken Leistung, vor allem aber drei Punkten nachlegt. Denn sonst droht auf der einen Seite wieder dicke Luft, auf der anderen Seite könnte eben diese für den Trainer immer dünner werden.


