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Wegweisendes Mainz-SpielKwasniok unter Druck – FC-Coach verweist auf Kompany

Angespannte Lage beim 1. FC Köln vor dem wichtigen Spiel gegen Mainz. Auch Lukas Kwasniok weiß um die Mechanismen im Fußball.

Es ist ordentlich Druck auf dem Kessel beim 1. FC Köln. Von dem zweifelsohne starken Auftritt gegen die Bayern, kann sich die Mannschaft von Lukas Kwasniok unter dem Strich nichts kaufen.

Das Spiel gegen den FSV Mainz am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im EXPRESS.de-Liveticker) wird ein völlig anderes. Da hilft es nicht, wenn einem jeder nach einer tollen Leistung auf die Schulter klopft. Da zählt nur das nackte Ergebnis. Es muss endlich wieder ein Sieg her, auch für Kwasniok. Denn nach acht Spielen ohne Sieg rückt naturgemäß auch der Trainer in den Fokus.

„Vor allem nicht in Köln“: Kwasniok ist sich der Brisanz bewusst

Auch wenn die Verantwortlichen um Thomas Kessler dem Coach noch demonstrativ den Rücken stärken, wissen sie auch um die Mechanismen in diesem Geschäft. In der Krise helfen nur noch Ergebnisse. Das Mainz-Spiel ist zwar noch kein klassisches „Endspiel“ für Kwasniok, aber zumindest wegweisend für den Coach. Er steht unter besonderer Beobachtung.

Kwasniok ist sich der kribbeligen Situation durchaus bewusst. Er sagte: „Wenn man acht Spiele nicht gewinnt, dann gibt es keinen, der sagt: ‚Wenn noch fünf weitere dazukommen, wird es besser.‘ Vor allem nicht in Köln.“

Sein Rezept? Ruhe bewahren. Dabei verweist er auf den aktuell vielleicht besten Trainer der Bundesliga: Vincent Kompany. „Ich habe mich nach unserem Spiel gegen die Bayern mit ihm unterhalten. Er hat mit Burnley als Aufsteiger nicht viel gewonnen, aber sie haben Ruhe bewahrt, weil man von ihm als Trainer überzeugt war“, sagte Kwasniok.

Was Kwasniok nicht erwähnte: Kompany stieg am Ende der Saison mit dem Aufsteiger ab. Ein Szenario, das in Köln unbedingt vermieden werden soll. Daher ist die Stimmung in der Öffentlichkeit merklich umgeschwenkt.

Lukas Kwasniok und Vincent Kompany begrüßen sich herzlich.

Lukas Kwasniok hat rund um das Spiel gegen die Bayern auch über die Lage beim FC gesprochen.

Die zunehmenden Diskussionen um seine Person versucht er zwar auszublenden, bekommt aber natürlich mit, dass die Kritik an ihm stark zugenommen hat. Nun bleibt ihm nur noch eins, um seine Kritiker Lügen zu strafen. Er muss die schwarze Serie durchbrechen und endlich wieder einen Dreier einfahren.

„Ich kann das Drumherum nicht beeinflussen, sondern nur zusehen, dass wir Spiele gewinnen“, sagte Kwasniok. Gegen Mainz wäre dies umso wichtiger, da man den direkten Konkurrenten damit auf acht Punkte distanzieren könnte. Das würde für eine gewisse Ruhe in der Tabelle, aber auch am Geißbockheim sorgen.