2

Leverkusen-Star als Ersatz?Keine Chance in Frankfurt: FC wartet weiter auf Skhiri

Ellyes Skhiri hat bei Eintracht Frankfurt unter Trainer Adi Hütter kaum Chancen, sich noch einmal zu beweisen. Der 1. FC Köln hofft daher auf eine baldige Entscheidung des Mittelfeldspielers.

Der 1. FC Köln will ihn unbedingt – aber will er auch zum 1. FC Köln? An dieser gleichermaßen einfachen wie entscheidenden Frage hängt aktuell die Rückkehr von Ellyes Skhiri (31) ans Geißbockheim.

Der erfahrene Mittelfeldspieler ist der klare Favorit auf den vakanten Posten im defensiven Mittelfeld, zwischen dem FC und Eintracht Frankfurt gäbe es bei diesem Geschäft keine Probleme. Doch Skhiri ziert sich noch mit einer Entscheidung über seine Zukunft.

Ellyes Skhiri weiß um FC-Interesse – und wartet weiter ab

Der Dauerläufer verpasste die Chance, sich bei der WM 2026 über die Bundesliga hinaus für einen letzten großen Vertrag zu empfehlen. Skhiri gehörte bei der tunesischen Horror-Show inklusive Trainerentlassung nach dem ersten Spiel zu den statistisch schlechtesten Spielern des Turniers.

Doch beim FC besteht berechtigte Hoffnung, im gewohnten Umfeld wieder den bekannten Skhiri in Topform zu erleben. Schließlich hatte er in Köln seine besten Karriere-Jahre, war in allen vier Spielzeiten eine verlässliche Säule und schaffte es bis nach Europa. 

Seit Montag ist Skhiri nach seinem WM-Urlaub zurück in Frankfurt, wo die Zeichen klar auf Abschied stehen. Die Eintracht will unbedingt einen neuen und namhaften defensiven Mittelfeldspieler holen, bemüht sich unter anderem um Kapitän Robert Andrich (31) von Bayer Leverkusen.

Schon während der WM berichtete die „Frankfurt Rundschau“, dass für Skhiri unter dem neuen Trainer Adi Hütter (56) kaum Aussichten darauf bestehen, noch einmal angreifen zu dürfen. Dass er unter dem Rückkehrer ins Profil passe, sei fraglich, hieß es Mitte Juni.

Tunesien-Kapitän Ellyes Skhiri bei der WM 2026.

Copyright: IMAGO / Icon Sportswire

Ellyes Skhiri führte Tunesien bei der WM 2026 als Kapitän aufs Feld.

Skhiri kann sich gedanklich voll auf die Vereinssuche konzentrieren. Dort könnte neben der Rückkehr zum FC auch ein Wechsel in die französische Ligue 1 zum Thema werden. Konkrete Gerüchte gibt es aber noch nicht.

Fakt ist: Egal wohin es ihn zieht, im Vergleich zum bisherigen Vertrag in Frankfurt, der noch bis zum Ende dieser Saison läuft, müsste er Abstriche beim Gehalt machen.

FC-Trainer René Wagner (37) wollte am Mittwoch keine Einblicke in den aktuellen Stand geben, sagte auf konkrete Nachfrage nach dem Training: „Wenn Spieler unterschrieben haben, dann rechne ich damit, dass sie am nächsten Tag auf dem Trainingsplatz stehen. Und sobald das getan ist, können wir gerne über die Spieler sprechen.“

Weil der bürokratische Teil bei Skhiri auch deutlich schneller über die Bühne gehen würde als bei Neuzugang Reigan Heskey (18), der weiter auf seine Arbeitserlaubnis wartet, könnte der Routinier im Bestfall schon im Laufe des Trainingslagers (24. Juli bis 1. August) zur Mannschaft stoßen.

Je früher Wagner seinen Sechser zur Verfügung hat, desto eher kann er ihn auch in sein Mannschaftsgefüge einbauen, entsprechend hofft der FC auf eine baldige Entscheidung. Und da Skhiri im WM-Urlaub viel Zeit zum Grübeln hatte, besteht durchaus Hoffnung, dass er die entscheidende Frage schon bald final beantwortet.

FC-Co-Trainer Kevin McKenna trainierte mit den FC-Profis am Mittwoch das Verteidigen von Standardsituationen.
FC-Arbeit an großer Schwäche
Heskey-Warten geht weiter – drei Verteidiger wieder da