Am Dienstagabend wurde im Fleischhauer Audi-Zentrum Köln Mitte munter über den 1. FC Köln gesprochen. Mit dabei: FC‑Sportchef Thomas Kessler, Ex-Berater Jörg Jakobs und Weltmeister Pierre Littbarski. Natürlich ging es auch um die FC-Zukunft.
Steile TheseWeltmeister wagt mutige FC‑Prognose – inklusive Pokalsieg

Rund 150 Gäste und die drei Experten erlebten am Dienstagabend (8. September 2026) bei „E Levve lang – der Talk zum FC“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger einen unterhaltsamen Abend.
FC‑Geschäftsführer Thomas Kessler (40), Ex-FC-Berater Dr. Jörg Jakobs (55) und Kölns Weltmeister Pierre Littbarski (66) ließen kaum ein Thema aus. Natürlich wurde über Trainerneuling René Wagner, Said El Mala und den aktuellen Saisonstart gesprochen.
Littbarski: „Der FC landet auf einem einstelligen Tabellenplatz“
Es wurde zwischenzeitlich aber auch emotional, als es um Titel und glorreiche Zeiten ging. Ein Zuschauer sprang von seinem Sitz auf und rief Richtung Publikum: „Wir dürfen uns nicht kleiner machen als wir sind.“ Auch die Wörter „Titel“ und „Champions League“ fielen.
Der kürzeste Weg zu einem Titel und ins internationale Geschäft ist natürlich der Pokalsieg. Sollte der FC das Finale in Berlin erreichen, so waren sich einige Fans sicher, dann würden weit über 100.000 Kölner nach Berlin pilgern.
Weltmeister Littbarki nahm bei seiner Prognose für die Saison den Triumph im DFB-Pokal als Scherz auf. Der ehemalige Weltklassespieler grinste: „Pokalsieg sowieso!“ In der Bundesliga prophezeite Litti dem FC aber ernsthaft eine Top-Platzierung: „Ich sage: Der FC landet auf einem einstelligen Tabellenplatz. Die ersten vier, fünf Mannschaften sind sehr gut besetzt. Aber darunter ist alles möglich.“
Littbarski kassierte viel Beifall und schob hinterher: „Wir wollen Spaß am Fußball haben, die Grundlage ist gelegt und mit offensivem Fußball werden wir weiter nach oben rutschen.“ Steile Litti-These! Er geht fest davon aus, dass der 1. FC Köln bald an glorreiche Zeiten anknüpfen kann. Als er noch aktiv war, spielte der FC regelmäßig international. Mit ihm gab es 1983 im DFB-Pokal den letzten Titel.
Aus dem Publikum kamen aber auch Fragen wie diese: „Was machen Augsburg und Mainz besser als der FC?“ Jörg Jakobs verwies darauf, dass Augsburg seit 15 Jahren in der Bundesliga etabliert sei. Zudem gab es dort einen „großzügigen Geldgeber und es wurde fremdes Kapital über einen Investor aufgenommen.“ Und Mainz habe in den vergangenen Jahren gerade auf der Trainerposition unter anderem mit Jürgen Klopp, Thomas Tuchel und aktuell Urs Fischer gute Entscheidungen getroffen.
Für den FC gelte es, ohne Investoren kreative Lösungen zu finden und sich erst einmal über Jahre in der 1. Liga zu etablieren. Litti meinte: „Es ist interessant, von der Champions League zu träumen, ohne Investoren. Das ist eine Herausforderung. Vielleicht hat der FC jetzt die richtige Richtung eingeschlagen. Mal schauen. Bisher hat Thomas Kessler viele Dinge richtig gemacht.“

