Das Interesse vom 1. FC Köln an Paderborn Außenverteidiger Raphael Obermair besteht schon länger. Was dürfte sich der FC im Falle einer Einigung von Lukas Kwasnioks ehemaligem Kapitän erwarten?
Kwasnioks Wunsch-TransferWas der FC sich von Obermair erhofft
Aktualisiert29.08.2025, 09:33
Der Transfer von Paderborns Raphael Obermair (29) zum 1. FC Köln zeichnet sich schon seit einigen Tagen ab. Köln bietet aktuell rund 2 Millionen Euro inklusive Boni. Den Paderbornern noch zu wenig, man möchte noch etwa 700.000 Euro obendrauf.
Doch worauf können FC-Fans sich freuen, sollte der Transfer tatsächlich durchgehen – und wo hat der mögliche Nachfolger des nach Heidenheim gewechselten Leart Pacarada (30) noch Luft nach oben?
Raphael Obermair seit Jahren topfit
Obermair geht gerade in seine vierte Saison beim SC Paderborn und gilt als eine der Säulen der Mannschaft. Nicht umsonst führt der 29-Jährige die Paderborner seit vergangener Saison als Kapitän aufs Feld. Doch was dürfte der FC neben seinen Führungsqualitäten noch vom Flügelspieler erwarten?
Was bei Obermair sofort auffällt, ist seine Flexibilität. Er kann problemlos auf der linken wie auf der rechten Schiene eingesetzt werden. Das kann besonders wertvoll sein, müsste man während der Saison kurzfristig auf Ausfälle reagieren.
An seiner Belastbarkeit gibt es zudem keinen Zweifel. In den vergangenen sechs Spielzeiten absolvierte er immer mindestens 30 Ligaspiele, war in Paderborn absoluter Dauerbrenner. Auch kennt er FC-Trainer Kwasniok bereits aus den vergangenen Spielzeiten und kann sich direkt in das 3-4-3-System einfinden, das der Coach auch nach seinem Wechsel in die Bundesliga unangetastet lässt.
Spielerisch bringt Obermair einige Qualitäten mit. Vor allem bei Flanken macht er eine gute Figur. Im Schnitt schlägt er etwa 11 Flanken pro Spiel, wovon auch gut ein Drittel einen Abnehmer findet. Wie wichtig die hohen Hereingaben im Kölner Spiel sein können, zeigte der Last-Minute-Siegtreffer von Marius Bülter (32) nach einer Flanke von Luca Waldschmidt (29) beim Bundesliga-Auftakt in Mainz.
Auch eine gewisse Torgefahr geht von Obermair aus. In der abgelaufenen Saison erzielte er sechs Tore und legte sechs weitere auf, was für einen Flügelverteidiger enorm starke Werte sind.
Auf der anderen Seite sammelte beim SCP der zwischenzeitlich ebenfalls beim FC gehandelte Aaron Zehnter (20) gar 15 Scorerpunkte und unterstrich damit, wie intensiv die Schienenspieler ins Offensivspiel eingebunden sind.
Obermairs Defensivstatistiken lassen hingegen etwas zu wünschen übrig. Mit einer Zweikampfquote von 50 Prozent lag er in der vergangenen Saison etwa im unteren Durchschnitt aller Zweitliga-Außenverteidiger.
Eine Problemzone, die in einer Dreierkette allerdings deutlich leichter zu verschmerzen wäre als bei einem System mit klassischen Außenverteidigern.
Daher könnten sich FC-Fans auf Obermair freuen, sollte der Transfer über die Bühne gehen. Seine Mischung aus Flexibilität, Torgefahr und Führungsstärke könnten ein wichtiges Puzzleteil auf dem Weg Richtung Klassenerhalt sein.