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Investoren-Einstieg beim FC?Schultz: „Als Trainer bei so einem Verein viel besser aufgehoben“

FC-Trainer Timo Schultz nach der Einheit.

Trainer Timo Schultz (1. FC Köln), hier am 8. März 2024 am Geißbockheim.

Der 1. FC Köln kämpft aktuell um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Die Frage ist: Kann dieser Verein langfristig nochmal ganz oben angreifen? Und geht das ohne den Einstieg von Investoren? Trainer Schultz hat eine klare Meinung.

Natürlich gilt für den 1. FC Köln aktuell: volle Konzentration auf den Abstiegskampf! Am Sonntag (31. März 2024) beginnt mit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg (15.30 Uhr, DAZN und Liveticker auf EXPRESS.de) die entscheidende Phase. Ein Verbleib in der Bundesliga wäre für den Klub und seine sportliche Zukunft enorm wichtig. Ein Abstieg hingegen würde den Verein um Jahre zurückwerfen.

Viele Fans fragen sich: Kann so ein Traditionsverein wie der 1. FC Köln überhaupt nochmal ganz oben angreifen? Muss man für den sportlichen Erfolg künftig Investoren mit ins Boot holen? Auch im Umfeld des 1. FC Köln wird darüber immer wieder kontrovers diskutiert. EXPRESS.de sprach mit Trainer Timo Schultz (46) über diese Thematik. Der Coach hat eine klare Haltung!  

1. FC Köln: Trainer Timo Schultz glaubt an Erfolg ohne Investoren

Schultz sagt: „Ich begebe mich jetzt mal in die Nische eines Fußball-Romantikers und sage: Mit unserem 2004er-Jahrgang, mit unserer tollen Nachwuchsarbeit, mit einem Konzept, wo wir aufzeigen, dass wir ohne Investor und internationales Scouting in Japan oder Brasilien auskommen, können wir beim FC eine Mannschaft entwickeln. Das Ganze vielleicht über zwei, drei, vier Jahre. Diese Mannschaft könnte dann ins Rollen kommen und weit über Platz zwölf, zehn oder acht hochschießen.“

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Zum 2004er-Jahrgang zählen Spieler wie Max Finkgräfe oder Damion Downs, die schon den Sprung in den Profikader geschafft haben, auch Torwart Jonas Nickisch trainiert schon oben mit. 

Schultz sieht durchaus Chancen, dass sich Vereine auch ohne externes Geld prächtig entwickeln können: „Das traue ich sogar jedem Verein zu. Freiburg hat es auch geschafft, Stück für Stück die Bedingungen zu verbessern. Nicht nur was den Kader angeht, sondern auch das Drumherum.“

Köln sei bei dieser Entwicklung auf einem guten Weg, auch wenn sich der geplante Ausbau mit den Trainingsplätzen am Grüngürtel wie Kaugummi zieht. „Da hat der FC in den letzten Jahren riesige Schritte gemacht, wenn ich das Geißbockheim sehe, mit den Trainingsbedingungen, der Kabine, der Halle. Da sind viele Dinge in die richtige Richtung angeschoben worden. Und es gibt aktuell viele Gedanken, wie man das Nachwuchs-Leistungszentrum noch professioneller aufstellen und strategisch erweitern kann. Also glaube ich schon, dass man mit guter, konzeptioneller und kontinuierlicher Arbeit die ein oder andere Million im Etat vergessen machen kann“, ist sich Schultz sicher.

Das größte Problem im Fußball-Geschäft ist dabei die Ungeduld – Präsidium, Geschäftsführung, Fans und Sponsoren wollen meist den schnellen Erfolg sehen. Schultz weiß aber, was eigentlich nötig ist, um langfristig Erfolge erzielen zu können: „Geduld, Zeit, Kontinuität – das ist im heutigen Business leider am wenigsten vorhanden. Aber gutes Training, gute Planung, ein gutes Konzept würde sich auf Dauer auszahlen, da bin ich der festen Überzeugung.“

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Würde es ihn als Trainer reizen, bei einem Klub zu arbeiten, der dank eines Investors mehr finanziellen Spielraum hat? Oder ist es reizvoller bei einem mitgliedergeführten Verein wie dem 1. FC Köln? Schultz stellt klar: „Aus fußballromantischer Sicht bist du als Trainer bei so einem Verein wie dem 1. FC Köln viel besser aufgehoben. Es gibt einen unfassbar großen Zusammenhalt in der Stadt. Allein die Fans im Stadion, die Stimmung, das Flair am Geißbockheim – da fühlst du dich abgeholt. Da fällt es viel leichter, die Leute mitzunehmen.“

Schultz zieht den Vergleich: „Bei Klubs, die leichter an die Millionen kommen, ist es ein anderes Arbeiten. Man kann vielleicht Spieler aus einem anderen Regal wählen. Auch das hat natürlich seinen Reiz und ist für viele eine Faszination. Aber mir gefällt die Variante hier viel, viel besser. Ich entwickele jedenfalls sehr gerne Spieler.“