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FC zittert sich weiterPokal-Spezialist wieder der Matchwinner

Isak Johannesson jubelt mit Linton Maina.

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Isak Johannesson hat ein Gespür für wichtige Tore im DFB-Pokal.

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Wie im vergangenen Jahr zittert sich der 1. FC Köln bei einem Drittligisten in die 2. Runde des DFB-Pokals. Der Matchwinner ist derselbe.

Stolpern verboten! Dieses Motto galt für den 1. FC Köln und Trainer René Wagner beim Pokal-Auftakt bei den Würzburger Kickers. Nachdem man sich in der vergangenen Saison in der ersten Runde gegen Regensburg mit zwei Toren in der Nachspielzeit weitergezittert hatte, sollte es dieses Mal eine klarere Angelegenheit werden.

Soweit der Plan … Stattdessen wurde es wieder eine Nervenschlacht – mit gutem Ende! Der FC setzte sich mit 2:1 durch und darf sich nun auf die zweite Pokalrunde freuen. Einmal durchatmen!

Zwei FC-Neuzugänge in der Startelf

Wagner startete das erste Pflichtspiel der Saison mit zwei Neuzugängen in der Startelf. Luka Lochoshvili bildete die Innenverteidigung mit Jahmai Simpson-Pusey und links hinten begann Gideon Mensah. Ellyes Skhiri und Thijs Dallinga, die vergangene Woche gekommen waren, saßen zunächst auf der Bank. Vorne sollten es Said El Mala, Marius Bülter, jan Thielmann und Ragnar Ache richten. Linton Maina als Gewinner der Vorbereitung blieb zunächst etwas überraschend draußen.

Es war Angreifer Ache, der die erste Kölner Duftmarke setzte. Nach einer Ecke von Castro-Montes visierte er per Kopf die lange Ecke an, Würzburg-Keeper Rajkovacic musste per Glanzparade retten (7.). Kurz danach packte er gegen El Mala entscheidend zu. Köln machte in den ersten zehn Minuten Dauerdruck, der erste Treffer lag in der Luft.

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Wie aus dem Nichts gab es dann aber plötzlich die eiskalte Dusche. Nachdem die Abwehr eine Ecke nicht endgültig klären konnte, segelte eine Flanke von rechts in den Strafraum genau auf den völlig freien Abgrangao, der den Ball ins Tor stolperte (18.).

Ein echter Dämpfer und ein Bruch im Spiel, der noch durch die Tennis-Ball-Aktion der mitgereisten FC-Fans verstärkt wurde. Der Kölner Anhang warf in der 22. Minute aus Protest gegen Montagsspiele Dutzende Filzkugeln auf den Rasen. Der FC wurde danach bis zur Pause nicht mehr so recht gefährlich, stattdessen schlichen sich viele kleine Fehler ein, alles wirkte plötzlich fahrig. Unter dem Strich waren es nach zehn guten Minuten 35 Minuten zum Vergessen. Daran konnte auch El Mala, der erstmals mit der legendären Nummer zehn auf dem Rücken auflief, nichts ändern. Er war in der Offensive allerdings der Einzige, der Gefahr ausstrahlte.

Nach der Pause ging es zunächst ohne Wechsel weiter. Die Elf sollten die Chance bekommen, die verkorkste Halbzeit vergessen zu machen. Besser wurde es allerdings erstmal nicht. Statt mit Elan und Schaum vor dem Mund aus der Kabine zu kommen, suchte der FC verzweifelt nach Lösungen. Spielerisch ging auch nach einer Stunde fast nichts zusammen, ein klarer Wagner-Plan war kaum zu erkennen.

Wenn es nicht läuft, dann muss eben auch mal das Glück helfen. Nach einer Flanke von Bülter hoppelte der Ball an Freund und Feind vorbei, genau vor die Füße von Isak Johannesson, der das Ding irgendwie über die Linie stolperte (62.). Kurz darauf zappelte der Ball sogar erneut im Tor, doch dieses Mal stand Johannesson im Abseits.

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Dennoch war das Tor wie ein Weckruf. Plötzlich war die Mannschaft wieder hellwach und ging auf den zweiten Treffer. In der Schlussphase erhielten sie dann noch Verstärkung von Neuzugang Dallinga, der sein FC-Debüt feierte, Rückkehrer Skhiri und Maina. Das trug sofort Früchte. Das Trio war kaum auf dem Platz, das ging der FC in Führung. Wie vor einem Jahr bei Jahn Regensburg, als er spät in der Nachspielzeit das Siegtor erzielte, war es Johannesson, der sich zum Matchwinner aufschwang. Der Isländer schlenzte den Ball mit links ins lange Eck und schnürte damit den Doppelpack (77.).

Darauf hatte der tapfere Drittligist am Ende keine Antwort, weil Omore in der Nachspielzeit nur den Pfosten traf. So zitterte sich der FC wie schon im Vorjahr in die nächste Runde. Damals warteten die Bayern, nun hoffen die Verantwortlichen bei der Auslosung am 5. September auf ein leichteres Los.

Isak Johannesson jubelt mit einem Handzeichen.
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