Die Standard-Schwäche des FC sorgt für Frust. Im Podcast „Schlag & fertig“ spricht Ex-Kapitän Jonas Hector über Torhüter Marvin Schwäbe und erklärt, was ihn an den Szenen „wahnsinnig machen“ würde.
„Würde mich wahnsinnig machen“Hector nimmt FC-Profi in die Pflicht

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Verfolgt ein Spiel des 1. FC Köln: Jonas Hector auf der Tribüne im Rhein-Energie-Stadion

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Der FC kassierte bei der bitteren 1:2-Pleite im Volksparkstadion am Samstag (19. September) bereits das dritte Gegentor nach einer Ecke! Dabei sind erst vier Bundesliga-Spieltage absolviert. Gegen den HSV leitete ein Standard-Treffer erstmals eine Kölner Pleite ein.
Als Nicolas Capaldo die Führung der Gastgeber einköpfte, blieb Torhüter Marvin Schwäbe auf der Linie, und gleich zwei Hamburger Gegenspieler standen vollkommen frei. Wie kann das passieren?
Jonas Hector über FC-Keeper Schwäbe: „Hat glaube ich nicht das Vertrauen“
Eine Szene, die auch Ex-FC-Profi Jonas Hector (36) beschäftigt. Im Podcast „Schlag & fertig“ sprach der ehemalige FC-Kapitän mit Comedian Fabian Köster (31) über die erneute Standard-Panne der Kölner. Köster machte seinem Ärger dabei gewohnt deutlich Luft.
„Was ist mit diesen verf*** Eckbällen? Es kann doch nicht so schwer sein, diese scheiß verf*** Eckbälle zu verteidigen“, schimpfte der Comedian. „Dass wir nicht jede Woche so einen verf***ten Kack haben. Habe ich eigentlich verf*** schon gesagt?“
Hector konnte den Frust nachvollziehen. „Also, ich merke, das Thema emotionalisiert dich“, sagte der frühere Nationalspieler. „Mir geht es doch genauso, wenn ich das sehe. Das ist ein Ball, der kommt im Fünfer runter, da stehen zwei Leute komplett blank und einer köpft das Ding eben rein.“
Anschließend nahm Hector auch die Rolle von Torhüter Schwäbe genauer unter die Lupe. Der Ex-Profi betonte zunächst, dass er nicht wisse, wie die Szene intern beim FC besprochen werde.
„Ich bin nicht dabei, Fabian. Ich habe zwar noch Kontakte zu dem einen oder anderen beim FC, aber ich sitze jetzt nicht in der Besprechung und kriege die Themen genau mit“, stellte Hector klar.
Seine Einschätzung zur Szene fiel trotzdem deutlich aus. „Mich würde es als Torwart wahnsinnig machen, muss ich sagen“, erklärte Hector. „Dazu kommt, dass Marvin Schwäbe nicht die ausgewiesene Körpergröße hat wie andere in der Bundesliga. Und er hat da, glaube ich, auch nicht das Vertrauen, um da voll reinzufliegen. Das wirkt auf jeden Fall so.“
Gleichzeitig wollte Hector die Verantwortung nicht allein beim FC-Schlussmann abladen. „Muss er da rauskommen oder muss er das nicht?“ – die Frage hatte der Ex-FC-Kapitän auch im Kreise seiner Freunde diskutiert, wie er verriet. Klar sei aber auch: „Trotzdem stehen da einfach zwei blank. Und das regt natürlich auf.“

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Nicolas Capaldo trifft per Kopfball gegen den FC zum 1:0. In der Folge verlieren die Kölner das Spiel mit 1:2.
Auch Köster sah die Hauptursache nicht ausschließlich beim Torwart. „Im Radius von drei Metern stand niemand“, sagte er. Für Hector ist klar: „Natürlich gibt es Möglichkeiten, das zu verteidigen.“
Der Treffer war für den ehemaligen Nationalspieler zugleich der Wendepunkt der Partie: „So eine Standardsituation ist im Endeffekt auch so entscheidend. Dann haben die auf einmal Selbstvertrauen und spielen eine ganz andere zweite Halbzeit.“
Sein Fazit zur Kölner Niederlage: „Wenn du als FC die Tore oder die Chancen, die du hast – und da waren zwei, drei richtig gute dabei – nicht machst und hinterherlaufen musst, dann ist es eben schwierig. Gerade wenn du gegen Mannschaften spielst, die ungefähr auf Augenhöhe sind.“

