Jonas Hector sieht in Philipp Treu einen Spieler mit besonderen Qualitäten. Im Podcast „Schlag und fertig“ spricht der Ex-FC-Kapitän über den Freiburger und revidiert seine Meinung zum großen DFB-Kader.
„Ein neuer Jonas Hector?“Ex-FC-Profi adelt DFB-Neuling

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Jonas Hector verfolgt ein Spiel des 1. FC Köln im Stadion.

„Ich war kein Verfechter davon, zu sagen, der soll einen großen Kader machen über die drei Wochen“, sagt Jonas Hector im Podcast „Schlag und fertig“, den er gemeinsam mit Fabian Köster aufnimmt. Inzwischen müsse er seine Meinung über den XXL-Kader von Jürgen Klopp aber revidieren.
Der Grund: Spieler wie Freiburgs Darry Scherhant bekamen in der Nations League ihre Chance. „Bei einem 23er- oder 25er-Kader wäre das vielleicht nicht der Fall gewesen“, sagt Hector.
Hector über Treu: „Du brauchst immer jemanden, der genau das ausstrahlt“
Der ehemalige Bundesliga-Profi hebt Scherhants Auftritt gegen Griechenland hervor: „Der ist ins Eins-gegen-eins gegangen und der verändert dann einfach mal so ein Spiel.“
Der große Gewinner könnte aber auch dessen Vereinskollege Philipp Treu sein. Gesprächspartner Köster stellt deshalb die entscheidende Frage: Könnte der Freiburger „ein neuer Jonas Hector“ werden?
Zwar spielt Treu rechts, während Hector einst auf der linken Seite für den 1. FC Köln und die Nationalmannschaft auflief. Für Köster verbindet die beiden aber ein ähnliches Profil: Außenverteidiger, die eine Partie zuverlässig und unaufgeregt zu Ende spielen.
Hector stimmt zu. Treu klebe nicht einfach nur „rechts hinten an der Linie“, sondern tauche auch im Zentrum auf und schalte sich in die Offensive ein. Der 25-Jährige habe ein gutes Spielverständnis und sei „konstant, auch über 90 Minuten“.

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Philipp Treu ist im Nations-League-Spiel gegen Griechenland am Ball.
Genau diese Verlässlichkeit benötigt eine Mannschaft, sagt Hector. „Du brauchst immer jemanden, der genau das ausstrahlt. Wo du weißt, dem kannst du den Ball geben, der verliert den nicht, der ist hinten da.“
Nach seinen bisherigen zwei Einsätzen traut Hector Treu deshalb eine dauerhafte Rolle im DFB-Team zu. Der Freiburger sei einer, „der sich da auch festbeißen kann“.
Auch Florian Wirtz hinterließ bei Hector einen starken Eindruck. „Es gibt aktuell ganz wenig Fußballer, denen ich lieber zugucke“, sagt der Ex-Nationalspieler. Wirtz sei mit seinen Aktionen „eine Augenweide“, müsse sich aber noch häufiger mit einem Tor oder Assist belohnen.
