Der 1. FC Köln trifft in den kommenden beiden Bundesliga-Spielen auf kriselnde Klubs. Jonas Hector blickt auf die Aufgaben.
„Im Bus oft drüber gesprochen“Hector bestätigt mulmiges FC-Gefühl

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Jonas Hector ist regelmäßiger Gast im Rhein-Energie-Stadion.

Nutzt der 1. FC Köln die Schwäche der Konkurrenz – oder präsentiert er sich in den kommenden Bundesliga-Spielen als Aufbaugegner?
Am Samstag (19. September, 15.30 Uhr/RTL, Sky und im EXPRESS.de-Liveticker) reist der FC zum aktuellen Schlusslicht Hamburger SV. Die Rothosen sind ganz mies in die Saison gestartet, stehen nach drei Spielen mit null Punkten und 0:12 Toren da.
Hector über Gladbach: „Keine Ahnung, wie das da weitergehen soll“
Nach der Länderspielpause wartet auf den FC dann das Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Auch die Fohlen haben den Saisonstart verpatzt und als erster Bundesliga-Verein die Trainer-Reißleine gezogen. Ein Nachfolger für Eugen Polanski soll während der Länderspielpause vorgestellt werden.
Angesichts der Formschwäche der kommenden Gegner könnte man meinen, der FC dürfte in diesen Spielen fleißig Punkte sammeln. Doch wie bei vielen FC-Fans macht sich auch bei ZDF-Comedian Fabian Köster die Sorge breit, die Kölner könnten der angeschlagenen Konkurrenz aus der Krise helfen.
„Ich habe ja oft das Gefühl, genau dann, wenn es so Mannschaften schlecht geht, dann kommt der FC und ist der Aufbaugegner“, sagte Köster im Podcast „Schlag und Fertig“, den er zusammen mit Ex-FC-Kapitän Jonas Hector betreibt.
Und mit voller Überzeugung konnte Hector diese Sorgen nicht zerstreuen. „Wir saßen auch oft im Bus und haben da genauso drüber gesprochen“, verriet der frühere Bundesliga-Profi: „Die sind so schlecht und wir kriegen es hin, dass sie gegen uns gewinnen.“ Daraufhin fühlte sich sein Podcast-Partner bestätigt. „Also, es ist nicht nur ein Gefühl, ne? Es ist schon irgendwie zumindest eine gefühlte Wahrheit“, sagte Köster.
Hector aber forderte, mit etwas mehr Optimismus an die Sache ranzugehen. „Den Gedanken musst du ja ablegen“, erklärte er. „Der HSV hat Probleme, da wirst du punkten, dreifach. Und das Heimspiel, das Derby, da muss es ja eh brennen, ne? Die schießt du ja auch weg“, gab Hector die Marschroute vor, ruderte aber sofort wieder ein bisschen zurück, indem er unkte: „Irgendwann fallen mir meine ganzen Aussagen mal auf die Füße.“
Die Lage beim Erzrivalen in Gladbach bewertet er aber durchaus als kritisch. Dabei hob er die Rolle von Kapitän Tim Kleindienst heraus, der bei der 0:5-Klatsche der Gladbacher in Freiburg Gelb-Rot gesehen und zuvor mit seiner Kollegenschelte in Interviews für Aufsehen gesorgt hatte. „Das hat wahrscheinlich intern zu Diskussionen geführt. Und das hast du schon gemerkt im Team“, so Hector. „Keine Ahnung, wie das da weitergehen soll und wer da kommt. Da bin ich mal sehr gespannt drauf.“
Gladbach empfängt am Samstag den FSV Mainz 05 im Borussia-Park. Interimstrainer Jan-Moritz Lichte wird die Fohlen in diesem Spiel betreuen.
