Der 1. FC Köln wird im Sommer den Kaderumbruch vorantreiben. Auf einigen Positionen müssen Verstärkungen her. Doch es könnte auch schmerzhafte Abgänge geben. Der FC ist vorbereitet.
Gerüchteküche brodeltDas ist der FC-Plan bei Abgängen von Kaminski und El Mala

Der 1. FC Köln ist schon mittendrin in einem turbulenten Transfersommer. Nach den Abgängen von Eric Martel, Florian Kainz, Luca Kilian, Dominique Heintz, Felipe Chavez und Cenk Özkacar müssen zahlreiche Verstärkungen her.
Intern soll es auch eine Streichliste von Spielern geben. Entweder trennt man sich von einigen Profis wie Denis Huseinbasic, Linton Maina oder Luca Waldschmidt, oder sie können in der Vorbereitung nochmals ihr Glück versuchen und auf sich aufmerksam machen.
Verliert der FC seine Topscorer El Mala und Kaminski, winken 70 Millionen Euro
Sportchef Thomas Kessler (40) verriet, was gesucht wird: „Wir haben eine klare Vorstellung und einen groben Rahmen. Auf der Innenverteidigerposition schauen wir uns sehr intensiv um. Im zentralen Mittelfeld auch. Dann schauen wir, ob wir Qualität in der Offensive dazubekommen. Und als Linksverteidiger hatten wir in der ganzen Saison nur einen nominellen Profi, wo die Zukunft auch noch nicht final geklärt ist.“ Gemeint ist Kristoffer Lund (aus Palermo geliehen). Er wird wohl eher nicht fest verpflichtet, Gespräche laufen aber noch.
Doch es könnte auch Abgänge geben, die finanziell lukrativ wären, dem FC aber sportlich richtig wehtun würden: die beiden Topscorer Jakub Kaminski (23, sieben Tore, fünf Vorlagen) und Said El Mala (19, 13 Tore und fünf Vorlagen)! Kaminski wurde gerade erst fest vom VfL Wolfsburg für 5,5 Millionen Euro verpflichtet, er könnte aber für eine festgeschriebene Ablöse von 20 Millionen Euro gehen. Für El Mala liegt dem FC jetzt erstmals ein Angebot vor, wo Kessler „gesprächsbereit“ wäre – heißt: rund 50 Millionen Euro und mehr.
Sollten die beiden gehen, würde das die Transferaktivitäten des FC massiv beeinflussen. Mögliche Einnahmen sollen zu großen Teilen wieder in den Kader fließen. Bisher hat der FC 3,5 Millionen Euro für Tom Krauß an Mainz bezahlt, für Kaminski 5,5 Millionen an Wolfsburg. Will man Leihspieler Jahmai Simpson Pusey fest von Manchester City verpflichten, werden weitere acht bis zehn Millionen Euro fällig. Macht in Summe knapp über 18 Millionen Euro.
Kessler hat bislang noch keinen weiteren Transfer getätigt, er wartet noch ab. Die Kölner suchen vermehrt im Ausland. Zuletzt war das noch anders: Isak Johannesson (Düsseldorf), Ragnar Ache (Kaiserslautern) und Kaminski kamen alle aus deutschen Vereinen.
Der FC hat in der Schublade längst einen Plan, um die möglichen Abgänge von Kaminski und El Mala zu kompensieren. Die Gerüchteküche brodelt! Jetzt verdichten sich die Anzeichen, dass sich die Kölner intensiv mit zwei Spielern aus Frankreich beschäftigen: Pablo Pagis (23) und Martin Adeline (22). Über beide Profis hatte EXPRESS.de schon berichtet.
Pagis hat als Linksaußen in der Ligue 1 beim FC Lorient noch einen Vertrag bis 2027. Er hat einen Marktwert von rund fünf Millionen Euro. Pagis erzielte in der laufenden Saison in 21 Liga-Einsätzen acht Tore und legte einen weiteren Treffer auf.
Adeline hat ebenfalls einen Marktwert in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Er war als offensiver Mittelfeldspieler maßgeblich daran beteiligt, dass ESTAC Troyes von der Ligue 2 in die 1. französische Liga aufgestiegen ist. Adeline steuerte in 32 Spielen zehn Tore und elf Vorlagen bei.
Sollte sich allerdings schnell abzeichnen, dass El Mala für über 50 Millionen Euro einen neuen Klub findet und ein Verein Kaminski für 20 Millionen Euro kauft, könnte Kessler auch in einem höheren Regal nach Verstärkungen suchen. Doch er muss auch bedenken, dass er noch mindestens fünf weitere Zugänge auf anderen Positionen benötigt.

