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FC braucht zweiten StürmerKann Gladbach-Eigengewächs zum Ache-Backup werden?

Dem 1. FC Köln steht ein ereignisreicher Transfersommer bevor. Auf der Einkaufsliste steht auch ein zweiter Stürmer hinter oder neben Ragnar Ache. Wird dabei ein Gladbach-Eigengewächs zum Thema?

Die ersten Kader-Entscheidungen beim 1. FC Köln sind gefallen, das war aber erst der Anfang. Es werden noch viele weitere folgen.

René Wagner (37) bleibt FC-Trainer, sein Assistent Lukas Sinkiewicz (40) muss dafür seinen Posten räumen Posten. Tom Krauß (24) wird für 3,5 Millionen Euro fest von Mainz 05 verpflichtet, Felipe Chavez (19) geht nach seiner erfolglosen halbjährigen Leihe zurück zum FC Bayern und bei Cenk Özkacar (25) wird noch gepokert.

1. FC Köln: Wird Mika Schroers zum Thema?

In den kommenden Wochen wird beim FC aber sowohl auf der Zugangs- als auch auf der Abgangsseite noch einiges passieren. Recht weit oben auf dem Einkaufszettel von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) dürfte ein neuer Stürmer stehen.

Auf die Verpflichtung eines solchen hatte man am Geißbockheim im vergangenen Winter verzichtet, spätestens mit der Verletzung von Ragnar Ache (27) dürfte aber klar gewesen sein, dass der FC hier noch Nachholbedarf hat.

Marius Bülter (33) fremdelt mit der Position in vorderster Front sehr. Said El Mala (19) hat auf der Position im Saisonendspurt zwar drei Tore und eine Vorlage beigesteuert, ist aber erstens kein klassischer Mittelstürmer und zweitens im Sommer wahrscheinlich für eine Rekordablöse weg.

Auch wenn Ache zu Beginn der kommenden Saison wieder fit ist, braucht es im FC-Kader einen zweiten Stürmer, der für Torgefahr sorgt. Ein Name, der zuletzt im FC-Umfeld auftauchte und unter einigen Fans diskutiert wird, ist Mika Schroers (24).

Der gebürtige Kempener hat eine bärenstarke Saison bei Alemannia Aachen hinter sich, war in 35 Spielen in der 3. Liga an 32 Treffern direkt beteiligt. Dabei erzielte er 21 Tore und legte elf weitere Tore auf. Zahlen, die natürlich aufhorchen lassen.

Der 24-Jährige ist ein interessanter Spieler, könnte vielleicht sogar an der Seite von Ache agieren. Zusammen mit Lars Gindorf (28 Tore, elf Vorlagen) bildete er in der abgelaufenen Saison das gefährlichste Sturmduo der 3. Liga.

Mit 1,81 Meter Körpergröße hat Schroers zwar auch nicht gerade Gardemaß für einen Mittelstürmer, beim FC weiß man aber anhand von Ache (1,83 Meter), dass das nicht unbedingt was heißen muss.

Mika Schroers wurde bei Borussia Mönchengladbach groß

Pikant an der Personalie: Schroers ist ein Eigengewächs von FC-Rivale Borussia Mönchengladbach, kam bereits im Alter von zehn Jahren zu den Fohlen, durchlief dort alle Jugendmannschaften und arbeitete sich bis in die zweite Mannschaft hoch.

Nach insgesamt zwölf Jahren in Mönchengladbach entschied sich Schroers im Sommer 2024 aufgrund mangelnder Perspektive für den Wechsel zu Arminia Bielefeld. Weil es dort aber auch nicht wirklich rund lief, folgte in der vergangenen Saison die Leihe nach Aachen.

Im März aktivierte die Alemannia die Kaufoption für Schroers über 150.000 Euro. Mit der bockstarken Saison im Rücken hat der Stürmer allerdings einige Interessenten auf sich aufmerksam gemacht. Laut „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ hat Rot-Weiß Essen die Fühler nach Schroers ausgestreckt, auch Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus und Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli sollen Interesse haben.

Schroers Marktwert beläuft sich aktuell auf 400.000 Euro (laut „Transfermarkt.de“), eine mögliche Ablöse könnte also sogar an der Million kratzen.

Mit El Mala hat der FC in der abgelaufenen Saison sehr gute Erfahrungen gemacht und gesehen, dass ein Spieler aus der 3. Liga auch schnell in der Bundesliga Leistung bringen kann – auch, wenn Schroers und El Mala natürlich bei weitem nicht in eine Schublade gesteckt werden können.

Lukas Sinkiewicz hält auf dem Platz einen Hammer in der Hand.
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