Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft werden einige Hundert Millionen Euro an Prämien ausgeschüttet. Auch der 1. FC Köln bekommt einen klitzekleinen Teil davon ab.
WM-Trostpflaster1. FC Köln erhält doch eine Fifa-Auszahlung

Für Gianni Infantino (56) war natürlich klar: „Diese Weltmeisterschaft war das größte menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit jemals erlebt und gesehen hat.“ Für die Fifa war es auch ein unfassbares Geschäft. Der Weltverband darf sich über Rekord-Einnahmen von rund 13 Milliarden Euro freuen.
Ein Teil der Einnahmen geht an die Nationalverbände, die sich qualifiziert hatten. 43,71 Millionen Euro etwa bekam Spanien alleine für den Titelgewinn. Insgesamt schüttet die Fifa 761,3 Millionen Euro direkt an die 48 teilnehmenden Verbände aus. Der DFB erhielt nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale nur 9,62 Millionen Euro. Somit war die WM für den DFB ein Verlustgeschäft mit einem Minus von 9,4 Millionen Euro.
1. FC Köln erhält WM-Kohle nach Nominierung von Dejan Ljubicic
Die Vereine (gut 600 Klubs stellten Spieler ab) bekommen auch Prämien von der Fifa ausgeschüttet. Pro Tag erhalten die abstellenden Klubs für die Spieler jeweils 4400 Euro (zunächst waren 9600 Euro erwartet worden).
Wie eine aktualisierte Analyse der Deutschen Kreditbank (DKB) zeigt, gehen die höchsten Ausgleichszahlungen an Manchester City (3,08 Millionen Euro), Paris St. Germain (2,49 Millionen Euro), den FC Arsenal (2,42 Millionen Euro) sowie den FC Bayern München (2,30 Millionen Euro).
Als einzige Bundesligateams stellten zunächst der 1. FC Köln und Absteiger 1. FC Heidenheim keine Nationalspieler. Beim FC war die Enttäuschung groß, dass Said El Mala (19) am Ende vom damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) ignoriert wurde. Doch nach der WM geht der FC doch nicht ganz leer aus. Es gibt ein finanzielles Trostpflaster! Denn: auch für ehemalige Spieler gibt es eine Ausschüttung.
Durch die Nachnominierung von Ex-Köln-Profi Dejan Ljubicic für Österreich erhält der FC laut DKB-Analyse 45.867 Euro. Der 28-jährige Mittelfeldprofi spielte in der Spielzeit 2024/25 noch bei den Kölnern, entsprechend wird der Betrag anteilig an den FC ausgezahlt. Mittlerweile hat sich Ljubicic dem FC Schalke angeschlossen.
Bei der WM rutschte Ljubicic für den verletzten Christoph Baumgartner (26, Operation nach schwerer Muskelverletzung mit Sehnenriss) in den Ösi-Kader von Ralf Rangnick (68). Im Sechzehntelfinale flog man mit 0:3 gegen den späteren Weltmeister Spanien raus.
Andere Bundesligisten können über die Fifa-Zahlung an den FC nur schmunzeln, sie erhalten deutlich mehr. Insgesamt gehen 13,3 Millionen Euro an die Vereine aus der 1. Liga. Der FC Bayern München kassiert mit 2,3 Millionen Euro am meisten, dahinter folgen Borussia Dortmund (1,54 Millionen Euro), Bayer Leverkusen (1,42 Millionen Euro), Eintracht Frankfurt (1,17 Millionen Euro) und die TSG Hoffenheim mit 1,05 Millionen Euro.
Borussia Mönchengladbach erhält knapp 633.000 Euro, der FC St. Pauli 582.000 Euro. Vor Schlusslicht Köln landet Union Berlin mit gut 107.000 Euro. Große Sprünge kann der FC mit dem 45.000-Euro-Krümel aus dem Milliardengeschäft WM nicht machen, aber immerhin geht man nicht ganz leer aus.

