Fortuna-Profis mussten zuguckenFC-Vize Sauren gelingt besonderer Coup in Düsseldorf

Grand-Prix-Aufgalopp in Düsseldorf-Grafenberg: Assistent siegte mit Jockey Leon Wolff.

Kölner Triumph beim Fortuna-Renntag in Düsseldorf am Sonntag (26. März 2023): Pferd Assistent mit Jockey Leon Wolff und Besitzer Eckhard Sauren (links).

Der Eine will mit seinem 1. FC Köln nicht absteigen, der Andere mit seiner Fortuna Düsseldorf aufsteigen. Vielleicht kommt es so bald wieder zu einem weiteren Fußball-Derby in der Bundesliga.

von Uwe Bödeker (ubo)

Aktuell begegnen sich Eckhard Sauren (51), Vizepräsident des 1. FC Köln, und Klaus Allofs (66), Vorstand bei Fortuna Düsseldorf, im sportlichen Wettstreit nur auf den Galopp-Rennbahnen.

Und da konnte der Kölner jetzt einen ganz besonderen Coup landen. Sauren gewann mit seinem Pferd Assistent unter Jockey Leon Wolff (19) am Sonntag (26. März 2023) den Grand-Prix-Aufgalopp in Düsseldorf-Grafenberg.

Eckhard Sauren, Vize des 1. FC Köln, siegt beim Fortuna-Renntag

Ausgerechnet der FC-Boss räumt beim Fortuna-Renntag den Hauptpreis ab. Dotiert war das erste Rennen auf der Grasbahn in dieser Saison mit 25.000 Euro. Zahlreiche Fortuna-Profis mussten bei widrigsten Wetterbedingungen mit ansehen, wie Sauren auf dem Podium stand.

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Den obligatorischen Fortuna-Schal hängte Klaus Allofs seinem FC-Konkurrenten aber nicht um den Hals, den übergab er lieber an den jungen Kölner Jockey Wolff. Und auch das Fortuna-Trikot – hinten beflockt mit dem Schriftzug „Düsseldorf 1 - Preis der Fortuna“ – bekam nicht Sauren, sondern Trainer Henk Grewe überreicht.

Sauren muss schmunzeln im Gespräch mit EXPRESS.de: „Es war sehr lustig, ich hatte schon im Vorfeld mit Klaus Allofs gesprochen, es wurde viel gefrotzelt, er hat dann aber auch auf mein Pferd gewettet.“ Nur den Fortuna-Schal wollte er ihm dann doch nicht umhängen. Sauren lacht: „Dafür habe ich einen Fortuna-Gin bekommen, um alles schön zu trinken.“

Den Namen des Reiters sollte man sich übrigens merken: Leon Wolff hat gerade seine Ausbildung zum Jockey abgeschlossen und reitet nun für Trainer Grewe in Köln. Seine ersten Ergebnisse lassen aufhorchen. „Ein Mega-Talent im Sattel“, sagt Sauren.

Sauren ist als Pferdebesitzer im Galoppsport ebenso etabliert wie Allofs, der auch zahlreiche Pferde besitzt. In Köln ist Sauren Präsident des Kölner Rennvereins in Weidenpesch. Allofs ist beim Düsseldorfer Reiter- und Rennverein Vizepräsident – Rivalen der Rennbahn also. Wird jetzt langsam aber wieder Zeit, dass sich beide auch wieder in den Fußballstadien duellieren.

„Wäre schön, wenn Fortuna auf Sicht aufsteigt, ein Derby ist immer interessant. Wir sind immer im Austausch und bei allen Frotzeleien habe ich auch den Renntag genutzt, um konstruktive Gespräche mit Allofs zu führen“, verrät Sauren.

Die Gegeneinladung zum Galopp ist übrigens auch ausgesprochen. Sauren sagt: „Allofs wird sehr wahrscheinlich zum FC-Renntag am Ostermontag nach Weidenpesch kommen.“ Am 10. April 2023 steigen dann in Köln spannenden Galopp-Rennen.

„Er hat das super gemacht. Ich denke, dass 2200 Meter, gerade mit dem Berg seine äußerste Distanz ist, die Saison hat schon mal gut begonnen. Er hat ein Riesen-Kämpferherz und gibt nicht auf“, sagte Siegreiter Leon Wolff bei Galopp-Online über Assistent, der beim Derby in Hamburg-Horn im letzten Jahr noch Vierter war.

Trainer Grewe war auch zufrieden: „Er hat das gut gemacht, das Rennen war schnell gelaufen für die schwere Bahn. Er hat eine Nennung für Hongkong, aber ich gehe davon aus, dass er im Carl-Jaspers-Preis läuft, aber das werden wir besprechen. Er ist ein echtes Grand-Prix-Pferd.“