„Meiste Duelle auf dem Platz“FC-Schreck fällt aus – doch auf Köln-Abwehr wartet Schwerstarbeit

Jeff Chabot und Serhou Guirassy im Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart beim engen Duell um den Ball.

Jeff Chabot und Serhou Guirassy am 30. September 2023 im Hinspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart beim engen Duell um den Ball.

16 Bundesligaspiele, 18 Tore. Zwei Pokalspiele, zwei Tore. Serhou Guirassy (27) ist der Torjäger mit der besten Quote in dieser deutschen Fußball-Saison. Am Samstag trifft er auf den 1. FC Köln.

von Uwe Bödeker (ubo)

Beim 1. FC Köln hätten sie auch gerne so viele Tore wie er auf dem Konto. Doch der FC hat in der bisherigen Saison nur 15 Treffer in 22 Partien erzielen können. Stuttgarts Serhou Guirassy (27) kommt derweil schon auf 18 Treffer in der Bundesliga – und brauchte dafür nur 16 Spiele.

Der Shootingstar des VfB Stuttgart verpasste zuletzt vier Spiele wegen einer Verletzung, Länderspielabstellung und Magenproblemen. Am vergangenen Wochenende traf er aber wieder beim 2:1-Sieg über Darmstadt.

Jeff Chabot studiert Stuttgarts Guirassy

Der Torjäger, der einst auch beim 1. FC Köln sein Glück versuchte, aber nicht den Durchbruch schaffte, hat maßgeblichen Anteil am Höhenflug der Schwaben. Platz drei in der Tabelle – der VfB nimmt Kurs auf die direkte Qualifikation für die Champions League.

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Am Samstag muss der 1. FC Köln nach Stuttgart (24. Februar 2024, 15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de). „Die spielen eine super Saison, haben tolle Einzelspieler. Wir bleiben aber bei uns und wollen das Beste herausholen“, sagt Kölns Innenverteidiger Jeff Chabot (26).

Was ihm im Abstiegskampf Hoffnung macht: „Unsere Trainingsleistung, unsere Mentalität und das Vertrauen innerhalb der Mannschaft. Wir versuchen auf jeden Fall alles herauszuholen.“

Chabot, wegen seiner Ausstrahlung und Leistung „Türsteher“ oder „Jeff, le Chef“ genannt, macht aber auch keinen Hehl daraus, dass eine große Unzufriedenheit herrscht: „Ob vorne oder hinten, es ist im Großen und Ganzen nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir müssen an jeder Stellschraube versuchen, etwas zu verbessern. Dazu gehören Torabschlüsse, Box-Verteidigung oder Standards.“

Im Hinspiel hatte er Guirassy im Griff, dennoch verlor Köln 0:2 durch zwei Tore von Deniz Undav. Diesmal fehlt der FC-Schreck aus dem Hinspiel verletzt. Chabot sagt über seine gute Leistung gegen Guirassy damals: „Das war mir eigentlich relativ egal, weil wir verloren haben. Wer die Tore macht, ist egal, am Ende kommt es darauf an, zu punkten.“

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Auch diesmal stellt sich Chabot wieder besonders auf Guirassy ein: „Ja klar, ich werde mit ihm wahrscheinlich die meisten Duelle auf dem Platz haben. Deswegen stellt man sich schon auf ihn ein und versucht, ihn zu analysieren und sich bestens vorzubereiten.“

Und wie genau läuft so eine Gegnerstudie? „Heutzutage gibt es das Internet, das Fernsehen, Videoanalyse – alles drum und dran. Da versuche ich meine Schlüsse draus zu ziehen.“