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„Wie Sané vor zehn Jahren“FC-Legende und Höhner-Sänger teilen El-Mala-Frust

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FC-Legende Littbarski nennt El Malas WM-Aus einen Fehler von Nagelsmann. Höhner-Sänger Patrick Lück zeigt sich ebenfalls enttäuscht, hat aber auch Verständnis für den Bundestrainer.

Das Kölner Herz blutet! Denn es hätte die Geschichte des Sommers werden können. Nun ist aber seit Donnerstag klar: Kölns Shootingstar Said El Mala fährt nicht mit zur Fußball-Weltmeisterschaft.

Stattdessen schaut der Offensivspieler das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) vom Sofa aus. Bundestrainer Julian Nagelsmann ließ den zweitbesten deutschen Bundesliga-Torschützen der abgelaufenen Saison (13 Treffer, 5 Vorlagen) zu Hause – und nominierte stattdessen Leroy Sané.

Pierre Littbarski über Said El Mala: „Wird für ihn nur Ansporn sein“

Die Entscheidung sorgt bei bei zahlreichen Fans und diversen Fußball-Experten für Fassungslosigkeit. Mit Pierre Littbarski kommt jetzt eine FC-Legende dazu: „Es ist ein Fehler von Nagelsmann, dass El Mala nicht dabei ist“, sagte der 66-Jährige in einem Gespräch mit der „Bild“.

Und er legt nach: „Nagelsmann setzt mehr auf Erfahrung als auf Qualität. Deshalb ist Sané dabei.“ Der Vergleich des Weltmeisters von 1990 fällt dabei vernichtend für den Galatasaray-Profi aus: „El Mala spielt so wie Sané vor zehn Jahren – als Sané echt noch gut war. Und jetzt ist er mehr so ein Profi, der nicht mehr richtig ins Risiko geht.“

Nach Informationen von EXPRESS.de schwankte Nagelsmann bis zuletzt zwischen El Mala und Sané. Am Ende gab der Bundestrainer dem erfahreneren Profi den Vorzug – auch wegen dessen Länderspielhistorie und der langen gemeinsamen Zusammenarbeit. Eine Erklärung, die Littbarski nicht überzeugt.

„Ich kann mir vorstellen, was in dem Jungen vorgeht. Klar, er wird ziemlich frustriert sein. Das ist ja auch alles schwer zu verstehen“, so Littbarski. „Schade, mit 19 Jahren zu einer WM zu fahren, wäre schon eine geile Sache gewesen.“

Doch der Weltmeister ist überzeugt, dass der FC-Überflieger die Enttäuschung wegstecken wird: „Said ist einer, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Die Nicht-Nominierung wird für ihn nur Ansporn sein.“

Patrick Lück bei einem Auftritt im FC-Stadion.

Copyright: IMAGO/Nico Herbertz

Patrick Lück bei einem Auftritt im FC-Stadion. Der Sänger hätte Said El Mala gerne beui der WM gesehen.

Gleichfalls enttäuscht im Kölner Herzen äußerte sich auch Patrick Lück, wenn auch milder im Ton. Der Sänger der Kölner Kultband Höhner sagte gegenüber t-online: „Als FC-Fan hätte ich mich natürlich auch sehr gefreut, wenn El Mala mit zur WM gefahren wäre. Er hat in dieser Saison immer abgeliefert.“

Doch der Musiker bringt auch Verständnis für die Komplexität der Entscheidung auf: „Es zählen da ja auch noch andere Dinge, die das Team um den Bundestrainer beschäftigen.“

Nagelsmann hatte öffentlich Zweifel geäußert, ob der 19-Jährige zur Spielidee der Nationalmannschaft passe, da der 1. FC Köln nicht in der gleichen „Angriffshöhe“ agiere wie die Nationalelf. Eine Erklärung, die FC-Herz kaum trösten dürfte.

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