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DFB bei WM ohne El MalaDas ist jawohl ein schlechter Witz, Herr Nagelsmann!

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Ohne Said El Mala fährt Deutschland zur WM. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den Kölner Shootingstar überraschend außen vor gelassen. Wenn sich das mal nicht rächt.

Said El Mala ist DER Shootingstar der abgelaufenen Bundesliga-Saison. 19 Jahre, 13 Tore, vier Vorlagen, Turbo-Antritt, Mega-Abschluss – ein Talent, um das uns die ganze Fußball-Welt beneidet.

Und was macht Bundestrainer Julian Nagelsmann? Er ignoriert das kölsche Wunderkind einfach und fährt ohne den FC-Torjäger zur WM. Das kann ja nur ein schlechter Witz sein! Ein Kommentar.

Said El Mala besitzt ein einzigartiges Profil

Seine Nominierung schien zuletzt sicher zu sein, jetzt der WM-Knall: Nagelsmann verzichtet auf El Mala. Stattdessen setzt Nagelsmann beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA auf andere Profis im Angriff. Eine Entscheidung, die sicher nicht jeder Fußball-Fan in Deutschland versteht. Und die sich noch als ein großer Fehler des Bundestrainers herausstellen könnte.

Im deutschen WM-Kader fehlt ein Super-Joker wie El Mala. Klar, Bayern-Youngster Lennart Karl kann auch Schwung von der Bank bringen, aber das Paket, das der Kölner Flügelstürmer mitbringt, ist einfach einzigartig. Zudem kann El Mala auch als Mittelstürmer spielen. Seine Schnelligkeit, sein Zug zum Tor, seine Abschlussqualitäten, seine Unbekümmertheit und seine körperliche Wucht sind für einen erst 19 Jahre alten Spieler außergewöhnlich. Kein anderer deutscher Profi bringt diese Qualitäten so geballt mit wie der Kölner, der längst von Spitzenklubs aus England gejagt wird.

Und genau auf diese Qualitäten wird es bei der WM ankommen. Nagelsmanns Grundgerüst einer Startelf steht schon lange fest. Auf die Joker wird es ankommen, nicht nur wegen der klimatischen Bedingungen bei der WM-Endrunde. Wer, wenn nicht El Mala, kann ein Spiel für den DFB drehen? Es drängt sich die Frage auf: Hat der Bundestrainer die ganze Saison die Augen zugemacht? Alleine die Aktion beim 1:5 gegen den FC Bayern am 34. Spieltag hätte El Malas Nominierung gerechtfertigt. Welcher Spieler läuft den Bayern-Stars Dayot Upamecano und Konrad Laimer in einem 60-Meter-Sprint davon und schiebt den Ball mit dem schwachen Fuß eiskalt an Torwart-Legende Manuel Neuer ins lange Eck?

Der Bundestrainer hatte zudem vor Monaten eine klare Forderung an El Mala formuliert: Er müsse sich beim FC einen Stammplatz erkämpfen, um ein Thema für den WM-Kader zu werden. Der Kölner erfüllte diesen Anspruch: El Mala kam in allen 34 Bundesligaspielen zum Einsatz, seit dem 25. Spieltag (1:2 bei Borussia Dortmund) stand er jedes Mal in der Kölner Startelf, erzielte seitdem fünf Bundesliga-Tore. Offensichtlich zu wenig für Nagelsmann.

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Der Bundestrainer vertraut stattdessen wohl eher im Fall der Fälle auf den Außenbahnen dem Dortmunder Maxi Beier (neun Tore, neun Vorlagen in der abgelaufenen Bundesliga-Saison), Bayerns Karl (fünf Tore, fünf Assists) und dem Stuttgarter Jamie Leweling (sieben Tore, neun Vorlagen) als Joker. Gute Spieler, keine Frage, aber eher Vorbereiter und keine wuchtigen Vollstrecker.

Gleiches gilt auch für Leroy Sané von Galatasaray (sieben Tore, fünf Assists). Der Ex-Bayern-Star hat zudem nicht die Sterne vom Himmel gespielt, saß in wichtigen Spielen in der Champions League nur auf der Bank. Am Ende gab die Erfahrung den Ausschlag für den Ex-Bayern-Star. Ein Argument, das eigentlich nur bedingt zählen dürfte. 

Braucht der DFB bei der WM in der K.o.-Phase unbedingt einen Treffer, wird dem Bundestrainer das Profil El Malas im Kader schmerzlich fehlen.

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