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+++ EILMELDUNG +++ Nach kontroverser Analyse-Woche 1. FC Köln trifft Trainer-Entscheidung

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Nach kontroverser Analyse-Woche1. FC Köln trifft Trainer-Entscheidung

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Jetzt ist eine Entscheidung gefallen! Wenige Tage nach dem letzten Saisonspiel ist die Trainerfrage beim 1. FC Köln geklärt.

Sie haben analysiert, diskutiert, gestritten, hinterfragt, abgewogen und schließlich eine gemeinsame Entscheidung getroffen! René Wagner (37) wird die Mannschaft des 1. FC Köln auch in der kommenden Saison als Cheftrainer betreuen.

Am Montagabend vermeldete EXPRESS.de bereits von der Saisonabschlussfeier in der Flora: „Geht jetzt alles ganz schnell?“ Da hatten FC-Präsident Jörn Stobbe (60), sein Vize Ulf Sobek (54) und Finanzgeschäftsführer Philipp Türoff (50) bereits durchblicken lassen, dass die Trainerfrage mit höchster Priorität angegangen wird.

Kessler hielt flammende Rede über Wagner

Stobbe machte keinen Hehl daraus, dass Wagner Ansprechpartner Nummer 1 ist: „Er ist auf jeden Fall in der Pole Position. Ich habe ihn positiv wahrgenommen. Er hat eine Mission erfüllt. Was ihn am meisten auszeichnet, ist, dass er sich nicht in den Vordergrund spielt. Ihm nimmt man glaubhaft ab, dass es ihm um den FC und den Erfolg der Mannschaft geht.“

Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) schwieg im Rahmen der Saisonabschlussfeier noch, wollte öffentlich nichts sagen. Dafür war er dann unter der Woche vor dem Gemeinsamen Ausschuss umso wortgewandter. Das Gremium musste überzeugt werden, denn es hat bei wichtigen Personalentscheidungen mit einem Volumen über einer Million Euro Entscheidungshoheit.

Im GA sitzen Präsident Stobbe, seine Vizes Jörg Alvermann und Ulf Sobek, Mitgliederrat-Boss Fabian Schwab, seine Stellvertreterin Stacy Krott, Aufsichtsrat-Boss Lionel Souque sowie der Vorsitzende des Beirats, Klaus Behrenbeck.

Nach Informationen von EXPRESS.de wurden auch kritische Nachfragen gestellt und Bedenken geäußert. Schließlich sprach nicht alles für Wagner. Er hat zwar mit der Mannschaft den Klassenerhalt geschafft, doch von seinen sieben Spielen nur eins gewinnen können.

Der Punkteschnitt von 0,86 ist schlechter als der von Vorgänger Lukas Kwasniok (ein Punkt im Schnitt). Zudem gab es nach dem 2:2 bei Union Berlin nach 2:0-Führung eine klare Fan-Front gegen Wagner. Bei einer Umfrage von EXPRESS.de (rund 33.000 haben abgestimmt) waren gut 80 Prozent gegen eine Weiterbeschäftigung. 

Doch Kessler hat sich voller Überzeugung vor dem GA mächtig ins Zeug gelegt und ein flammendes Plädoyer pro Wagner gehalten. Dieser hat die Mannschaft in einer schwierigen Lage von Kwasniok übernommen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft inklusive Trainer-Staff soll Ende März unterirdisch gewesen sein.

Kessler gilt als großer Wagner-Befürworter

Zwar konnte Wagner in der kurzen Zeit auch nicht für stabil besseren Fußball mit einem erkennbaren System sorgen. Doch er hat die nötigen Stellschrauben gedreht, um die Mannschaft zu stabilisieren. So wurden die nötigen Punkte eingefahren, um zwei Spieltage vor dem Saisonende über dem Strich zu stehen. Nach der intensiven Analyse und kontroversen Diskussionen musste Kessler die Personalie nicht durchdrücken, sondern alle haben sich gemeinsam festgelegt: Wagner ist unser Mann!

Am Donnerstag (21. Mai 2026) hat Wagner am Tag des 50. Geburtstags von Geschäftsführer Türoff nach Informationen von EXPRESS.de den neuen Vertrag unterzeichnet. Wagner hatte zuvor einen Vertrag bis 2028 zu Co-Trainer-Konditionen, sein neues Arbeitspapier als Cheftrainer gilt jetzt ebenfalls für zwei Jahre. 

Kessler ist von Wagner schon seit langer Zeit überzeugt. Der junge Coach, geboren in Dresden, war bereits unter Steffen Baumgart (54) von Juli 2021 bis Anfang Januar 2024 in Köln Co-Trainer. Im Sommer 2025 hat Kessler den Trainer dann von Union Berlin zurück nach Köln geholt. Dass er damals schon als möglicher Nachfolger von Kwasniok geholt wurde, darf vermutet werden, auch wenn die Überzeugung, dass es mit Kwasniok funktionieren würde, natürlich da war.

Doch es kam anders und als Kessler handeln musste, übertrug er in einer der schwierigsten Phasen des FC die Verantwortung auf die Schultern von Wagner. Bei einem Abstieg hätte das den FC um Jahre zurückgeworfen. Jetzt erhält der Trainer aber die Chance, es allen zu zeigen. Die FC-Bosse sind überzeugt davon, dass er mit einer auch von ihm zusammengestellten Mannschaft und einer kompletten Vorbereitung im nächsten Jahr mit dem FC wieder die Klasse halten kann. 

Als Spieler war Wagner für Teams wie den VfB Oldenburg, Dynamo Dresden II (Oberliga), Wacker Nordhausen, VfC Plauen (Regionalliga Nord) oder in den USA bei den Pacific Sharks als Rechtsverteidiger aktiv. In Nordamerika startete auch seine Trainerlaufbahn, unter anderem bei Inter Miami. 

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