Vor dem Spiel des 1. FC Köln beim FC St. Pauli am Freitagabend sprach Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler über eine besondere Erinnerung ans Millerntor.
„Auch wenn ich mich nicht beliebt mache“Kessler spricht über Pauli-Erinnerung
Aktualisiert:
Am Freitagabend (17. April 2026, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) steht in Hamburg ein wahrer Abstiegskampf-Knaller in der Bundesliga an. Um 20.30 Uhr trifft der FC St. Pauli auf den 1. FC Köln.
Bei der Aufstellung vertraut der neue Köln-Trainer René Wagner fast allen Profis, die in der Vorwoche 3:1 gegen Werder Bremen gewonnen hatten. Es gibt nur eine Änderung in der Startformation: Für Kristoffer Lund rückte der Belgier Alessio Castro-Montes rein.
Wagner ändert FC-Startformation nur auf einer Position
So startet der FC auf St. Pauli: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar, Castro-Montes – Martel, Johannesson – Thielmann, Kaminski, El Mala – Ache. Drei Spieler durften nicht mit nach Hamburg: Dominique Heintz, Florian Kainz und Denis Huseinbasic stehen nicht im Kader.
Der Trend spricht für den FC! Pauli hat in den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte geholt, Köln ist seit vier Spieltagen ohne Niederlage, unter Wagner gab es vier Punkte in zwei Spielen. Zudem hat Köln seit 15 Jahren nicht am Millerntor verloren.
Beim letzten Sieg der Gastgeber am 29. Januar 2011 stand ein gewisser Thomas Kessler bei St. Pauli im Kasten. Der FC verlor 0:3. Kessler erinnert sich bei Sky: „Ich kann mich erinnern. Das war für mich keine einfache Situation, als ausgeliehener Spieler hier gegen meinen 1. FC Köln zu spielen. Ich habe mich trotzdem gefreut, dass wir damals die drei Punkte hiergelassen haben.“
Beim Blick auf die alten Szenen musste Kessler schmunzeln: „Wenn wir heute auf das Grün schauen, ist es kaum noch zu vergleichen. Die Bälle sind damals von A nach B gesprungen. Das war teilweise ein Lottospiel.“
Dann sagte er einen Satz, der in der Hansestadt für Aufsehen sorgen könnte, wie er selbst bemerkte: „Wieder auf St. Pauli bei einem Flutlichtspiel zu sein, ist ein schöner Moment. Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Ich bin grundsätzlich ein Fan der Stadt Hamburg. Auch wenn ich mich hier vielleicht nicht beliebt mache: Ich finde es super, dass es zwei Klubs aus so einer tollen Stadt in der Bundesliga gibt. Aber das interessiert jetzt nicht, heute sind wir hier, um drei Punkte zu holen.“
In der Tabelle hat der FC aktuell fünf Punkte Vorsprung auf die Gastgeber, die auf dem Relegationsplatz 16 rangieren. Mit einem Dreier auf dem Kiez will der FC einen gewaltigen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen.
Wagner sagte: „Der Sieg gegen Bremen hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben. Die Jungs wirken noch einen Zacken fokussierter, weil sie wissen, dass wir in St. Pauli eine Riesen-Chance haben.“

