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„Ein paar Euro oben drauf“Keller spricht über El Malas Wert und Joker-Einsätze

Der ehemalige FC-Sportchef spricht bei Sky 90 über Said El Mala, den er einst zum FC lotste. Wie Trainer Lukas Kwasniok das Kölner Top-Talent einsetzt, kann Keller gut verstehen.

Der ehemalige FC-Geschäftsführer Christian Keller hat sich am Sonntagabend (18. Januar) über die Zukunftsaussichten von Kölns Überflieger Said El Mala geäußert, den er einst mitsamt seines Bruders Malik zum 1. FC Köln geholt hat.

Bei allem Talent müsse auch El Mala noch viel lernen, sagte Keller im Gespräch mit Patrick Wasserziehr, weshalb er den Kölner Coach, Lukas Kwasniok, in seinem Umgang mit dem Talent bisher durchaus unterstützt.

Keller über El Malas Marktwert: „Können noch ein paar Euro draufkommen“

„Ich kann schon nachvollziehen, dass Kwasniok ihn nicht immer spielen lässt. Er hat am Anfang der Saison Themen mit Intensität gehabt. Das ist ganz normal, weil Bundesliga und 3. Liga ein himmelweiter Unterschied sind“, so Keller.

El Mala habe insofern auch „heute noch große Themen, sich aber auch schon immens verbessert im Spiel gegen den Ball“. Den Youngster später zu bringen, wenn das Spiel mehr Raum biete, ist für Keller naheliegend: „Dann kann er einfach seine Waffen noch einmal besser ausspielen.“

Dennoch sei der Trend klar: „Ich gehe davon aus – das zeigen auch die letzten Spiele – dass er jetzt auch immer mehr Startelf-Zeit kriegen wird.“

Und was passiert dann mit dem FC-Profi, dessen Marktwert laut transfermarkt.de mittlerweile auf 40 Millionen Euro geschätzt wird? „Ich gehe davon aus, wenn er so weitermacht, dass da noch einmal ein paar Euro draufkommen können“, ist sich Keller sicher. Das würde auch davon abhängen, ob El Mala im Sommer mit zur WM fahren darf. Auf die Frage, ob El Mala das denn sollte, entgegnete Keller lächelnd, immer noch in Manager-Manier: „Das ist Stand jetzt eine hypothetische Frage.“

Klar sei dafür das große Talent des Spielers, wie Keller noch einmal herausstellte: „Der hat einen richtigen Speed, super Stabilität und er geht vor allen Dingen unentwegt ins 1 gegen 1. Und hat dann noch einen richtig guten Torabschluss.“

Was Said El Malas Fähigkeiten aber „vergolden“ würde, wie Keller beschreibt, sei, dass er und sein Bruder Malik „normale, bodenständige Jungs aus einem super Elternhaus“ sind. Beide seien bescheiden und vor allem: „Sie sind bereits mit einer gewissen Resilienz ausgestattet, weil sie im jungen Alter schon mal richtig auf die Nase gefallen sind.“

Top-Talente in den Leistungszentren, die diese Erfahrung nicht hätten, würden als Profis oft das böse Erwachen erleben: „Wenn du dann in den Profikader kommst und denkst, es geht so weiter. Und auf einmal spielst du dann nicht, weil andere Jungs besser sind.“