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Endspiele für Kwasniok?Umfrage: „Es wäre dumm!“ – so denken FC-Fans

Der 1. FC Köln will vor dem Saisonendspurt die Kräfte bündeln und gemeinsam mit Trainer Lukas Kwasniok die Rettung schaffen. Unter Fans und Experten wird derweil emotional diskutiert. EXPRESS.de startete eine Umfrage.

In den kommenden zehn Spielen muss der 1. FC Köln (aktuell 24 Zähler nach 24 Spieltagen) noch einige Punkte einsammeln, sonst gibt das nichts mit dem Klassenerhalt! Im Blickpunkt steht Trainer Lukas Kwasniok (44).

Zahlreiche Fans hatten zuletzt den Glauben an den Coach verloren. Einige Experten wie Moderator Thomas Wagner (Sky, RTL und Magenta) gehen davon aus, dass Kwasniok jetzt von Spiel zu Spiel von den Köln-Verantwortlichen beurteilt wird. Am Samstag (7. März 2026, 18.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) kommt Borussia Dortmund ins Rhein-Energie-Stadion.

EXPRESS-Umfrage: 57 Prozent fordern FC auf, bezüglich Trainer zu handeln

EXPRESS.de startete eine Umfrage. Die Ergebnisse (Stand: 4. März, 12 Uhr) sind nicht eindeutig. Die Frage lautete: „Sollte der FC auf der Trainerposition reagieren?“ 57 Prozent (8768 Fans) meinen: „Der FC muss schnell handeln, damit ein neuer Trainer noch genug Zeit hat, um die nötigen Ergebnisse einzufahren.“

23 Prozent (3577 Fans) sind der Auffassung: „Kwasniok muss bleiben, die Mannschaft spielt gut und wird gegen die kommenden Gegner auf Augenhöhe einige Siege einfahren.“ Weitere 19 Prozent (2975 Fans) sagen: „Schwierige Frage. Die Entscheidung sollte einzig und alleine beim Verein liegen.“ 

Von insgesamt 15.320 Teilnehmenden an der Umfrage sind also mehr als die Hälfte (8768 Fans) für einen sofortigen Trainerwechsel beim 1. FC Köln. Die FC-Bosse sehen das anders. Vizepräsident Ulf Sobek stärkte Kwasniok den Rücken: „Solche Phasen wie aktuell gehören für einen Aufsteiger in dieser Liga zur Realität dazu. Wir haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind und Spiele auf diesem Niveau gewinnen können.“

Sobek weiß aber auch, dass Kwasniok jetzt liefern muss. In den Einheiten dieser Woche stand der Coach unter Beobachtung, Sportchef Thomas Kessler und die Vize Sobek und Jörg Alvermann verfolgten alle Trainings. Sobek meinte: „Die aktuelle Punktausbeute zeigt keinen guten Trend auf. Entscheidend ist jetzt der Umgang damit. Jetzt geht es darum, gemeinsam die richtigen Stellschrauben zu justieren und die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen.“ Im Verein ist man bereit, bei weiteren sieglosen Spielen zu handeln.

Auf der Facebook-Seite von EXPRESS.de wird auch fleißig diskutiert. Waren es vor einigen Tagen fast ausschließlich Kwasniok-Gegner, die sich äußerten, so gibt es jetzt immer häufiger ausgewogene Beiträge. 

Vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund meint ein Fan, dass es kein Endspiel für Kwasniok sein muss: „Bis jetzt waren es zwei wirklich schlechte Spiele in der Saison. Falls ein drittes am Samstag hinzukommt, ist das nichts gegen den Trainer, wenn ich 22 Spieltage alles gebe.“ Das wird aber auch anders gesehen: „Zwei schlechte Spiele? Union, St. Pauli, Augsburg, Mönchengladbach, Stuttgart … Das sind bei mir mehr als zwei schlechte Spiele.“

Ein Fan meint: „Eigentlich dürfte von vornherein klar gewesen sein, dass man gegen den Abstieg spielen wird. Da kann auch kein anderer Trainer etwas ändern, insbesondere, wenn Spieler regelmäßig ausfallen. Man sollte jetzt die Ruhe bewahren und an einem Strang ziehen.“ Andere verweisen darauf, dass der Hamburger SV auch ein Aufsteiger sei und besser dastehen würde. Der HSV hatte vor dem Nachholspiel am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen aber auch nur 26 Punkte, also zwei mehr als Köln.

Für einige ist derweil klar, dass Kwasniok bald seinen Job los ist. „Spätestens nach dem Dortmund-Spiel ist Kwasniok weg. Da die anderen unten punkten, rutschen wir auf einen Abstiegsplatz. Also wie lange möchte man noch warten?“, kommentiert ein FC-Anhänger. Ein anderer rechnet: „Wenn Kwasniok aus den nächsten drei Spielen gegen den BVB, in Hamburg und gegen Gladbach nicht vier Punkte holt, ist er weg.“

Viele brechen eine Lanze für den Trainer und hoffen auf Kontinuität: „Das kann ich mir nicht vorstellen, dass der Verein wieder so dumm ist! Wofür ein Ultimatum? Wir stehen gut in der Tabelle und wir schaffen auch den Klassenerhalt! Es wäre dumm, den Trainer rauszuschmeißen, warum denn? Weil wir die Meisterschaft und die Champions League leider erstmalig beide verpassen? Wir sind Aufsteiger, das vergessen die ganzen Laberbacken-Fans.“

Für viele ist jetzt allerdings erst einmal wichtig, zusammenzustehen und nicht zu viel Unruhe aufkommen zu lassen. Auch Verteidiger Cenk Özkacar sagte, dass man die Unruhe nicht in die Kabine lassen will.

Ein Fan appelliert: „Ich mag auch nicht alles, was der Kwasniok macht, aber jetzt draufhauen ist auch der falsche Weg! Zusammenhalt bringt uns durch die Krise. Der Kessler hat endlich Spieler mit Bundesliganiveau gekauft!“

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