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El-Mala-Poker beim FCKöln-Legende Overath wird deutlich: „Wenn ich FC-Boss wäre, ...“

Wolfgang Overath steht auf der Tribüne.

Copyright: IMAGO/Herbert Bucco

Wolfgang Overath beim Spiel des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart. 

Beim 1. FC Köln ist die Zukunft von Said El Mala weiterhin ungewiss. Klub-Legende Wolfgang Overath hat eine klare Meinung dazu, wie er mit der Personalie umgehen würde. 

Said El Mala (19) ist weiterhin DAS Thema beim 1. FC Köln! Alle Fans stellen sich aktuell die Frage: Bleibt der Shootingstar noch ein weiteres Jahr in der Domstadt oder verlässt er den Verein?

Die Mutter des 19-Jährigen, Sabrina El Mala, schlug zuletzt eine 50-Millionen-Offerte vom FC Brentford aus. Beim FC wurde man von dieser Entscheidung überrascht. Schließlich hatte Said den klaren Wunsch geäußert, in die Premier League wechseln zu wollen. 

Overath „Würde alles daransetzen, um El Mala in Köln zu halten“

Der Klub steht mit der Familie jedoch weiterhin eng im Kontakt, um gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Denn wie wichtig ein Spieler mit der Klasse von El Mala für den 1. FC Köln ist, untermauerte auch FC-Legende Wolfgang Overath (82) in einem Interview mit „Sport1“.

„Er ist schnell, technisch stark, hat einen guten Körper und einen guten Schuss. Vor allem aber macht er Dinge, die andere Spieler nicht machen. Das kann man nicht trainieren. Wenn man sieht, wie er über 60 oder 70 Meter mit Ball am Fuß davonläuft und trotzdem noch den Abschluss findet, dann merkt man sofort, dass da etwas Besonderes vorhanden ist. Ich habe schon früh gesagt, dass er ein außergewöhnliches Talent ist“, so der 82-Jährige, der über 400 Spiele für die Geißböcke bestritt.

Zuletzt beherrschte El Mala auch die Schlagzeilen, da nach der Verletzung von Lennart Karl Assan Ouedraogo für den deutschen WM-Kader nachnominiert wurde – und nicht der FC-Star. Eine Entscheidung, die viele Fans nicht nachvollziehen konnten, der ehemalige FC-Präsident (Juni 2004 bis November 2011) allerdings schon.

Overath erklärt: „Der Bundestrainer sieht unheimlich viele Spiele, kennt seine Mannschaft und weiß genau, welche Spielertypen er braucht. Nagelsmann hat argumentiert, dass Vereinsfußball und Nationalmannschaft unterschiedliche Anforderungen stellen. Das kann ich nachvollziehen. Trotzdem glaube ich, dass El Mala das Potenzial hat, irgendwann auch auf höchstem Niveau eine wichtige Rolle zu spielen.“

Eine Nominierung hätte den Marktwert des gebürtigen Krefelders wahrscheinlich nochmal deutlich in die Höhe schießen lassen. Doch auch ohne das WM-Ticket ist aus Sicht der FC-Verantwortlichen klar: Für das Juwel müssen interessierte Klubs mindestens 50 Millionen Euro auf den Tisch legen. 

Beim FC blickt man gelassen auf die Situation. El Mala hat noch Vertrag bis 2030 am Geißbockheim und besitzt keine Ausstiegsklausel. Allerdings will man auch keinen frustrierten Spieler in seinen Reihen haben, weswegen man nach einer Lösung sucht, die für alle Parteien passt.

„Ich halte El Mala für ein außergewöhnliches Talent. Deshalb wäre es schön, wenn er noch ein oder zwei Jahre in Köln bleiben würde. Entwickelt er sich weiter so, werden die ganz großen Vereine wie der FC Liverpool, Manchester City oder der FC Bayern auch später noch kommen. Wer mit 18 oder 19 Jahren einem Angebot in dieser Größenordnung widersteht, beweist nicht nur Qualität, sondern auch Charakter“, sagt Overath.

Abschließend betont er: „Im heutigen Fußball ist das keine Selbstverständlichkeit mehr. Andererseits gibt es keine Garantien. Deshalb ist das keine einfache Entscheidung. Was heute noch 50 Millionen wert ist, kann in einigen Monaten, wenn er nicht gut spielt, nur noch 20 Millionen wert sein. Aber eines kann ich sagen: Wenn ich FC-Boss wäre, würde ich alles daransetzen, El Mala in Köln zu halten. Solche Spieler gibt es nicht oft.“ Das sehen wohl auch alle FC-Fans so. 

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