Ein Jahr nach Podolski-Zoff 1. FC Köln friert die Nummer 10 ein!

Zuletzt hatte Patrick Helmes die 10 auf dem Rücken - was für reichlich Ärger sorgte...

Zuletzt hatte Patrick Helmes die 10 auf dem Rücken - was für reichlich Ärger sorgte...

Köln  – Die 10. Die magische Zahl des Fußballs. Diego Maradona trug sie. Lionel Messi regiert mit ihr auf dem Rücken den Weltfußball. Auch beim FC ist sie die Nummer der Legenden. Hans Schäfer. Wolfgang Overath. Heinz Flohe. Pierre Littbarski. Lukas Podolski. Doch jetzt liegt sie fürs Erste auf Eis!

Dabei gab es so viel Trubel um das ominöse Trikot. Präsident Werner Spinner hatte beim Abschied von Fan-Liebling Lukas Podolski versprochen, die 10 nicht mehr zu vergeben, solange der Weltmeister aktiv Fußball spielt. Im letzten Sommer die Rolle rückwärts. Patrick Helmes (31) bekam die Nummer. Doch in einem Pflichtspiel trug er sie nie.

Und nun stellt sich die Frage: Plant Jörg Schmadtke (51) im Sommer eine neue Zehnsation?

Wir erfuhren: Es sieht nicht danach aus. Der FC-Sportchef legt die Nummer auf Eis: „Wenn ich mir überlege, was wir vergangenes Jahr letzten Endes für ein Gehacke hatten, nur weil wir Patrick Helmes die 10 gegeben haben.

Und wie oft hat er sie getragen? In vier Trainingseinheiten, dem Mitarbeiter-Kickoff und einem Testspiel…“

Was Schmadtke nicht sagt: Natürlich war das „Gehacke“ im Vorjahr auch Kalkül. Man wollte nach der Bundesliga-Rückkehr allen Träumereien von einer Podolski-Rückkehr einen Riegel vorschieben - und nahm den Tabubruch in Kauf, damit das Poldi-Thema nicht während des Abstiegskampfes zum Nebenkriegsschauplatz wird.

Für die Zukunft steht fest: Unter dieser Führung ist eine Rückkehr des kölschen Weltmeisters ausgeschlossen.

Dass Helmes aber nach der Entscheidung das Pech derart an den Stiefeln klebte und er nun seine Karriere beendete, machte die sportliche Leitung nachdenklich. Schmadtke: „Da ist der Gedanke: Bürdest du jemandem mit der Nummer eine Last auf? Gibst du die Seuche quasi weiter? Wir sind da nicht abergläubisch, trotzdem musst du das im Blick haben.“

Allerdings fahndet man schon nach Spielern, die das Außergewöhnliche haben, den Unterschied machen können – und für die die 10 die passende Zahl wäre. „Peter Stöger und ich haben im letzten Jahr gesagt: Wir sind ein Bundesliga-Verein, da gehört eine 10 dazu. Zu dieser Aussage stehen wir auch. Es ist halt eine besondere Zahl. Aber es muss dann auch den Spieler geben, zu dem sie passt.“

Und den sucht man offensichtlich noch - und verzichtet wohl im Sommer darauf, die 10 neu zu vergeben. Schmadtke: „Wir halten uns diese Nummer in der Hinterhand, für den besonderen Spieler, bei dem wir dann noch mal ein Argument mehr haben. Das kann dann schon mal ein emotionaler Punkt sein, der dich in der Diskussion weiterbringt...“

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Schmadtke friert die Nummer 10 ein: „Tendenziell machen wir uns darüber derzeit keinen größeren Kopf - was bedeutet, dass es gut möglich ist, ohne eine 10 in die Saison zu gehen.“

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