Der 1. FC Köln hat gegen die TSG Hoffenheim den ersten Punkt gegen ein Topteam geholt. Nach Schlusspfiff gab es mal wieder eine Schiedsrichter-Diskussion. Dieses Mal erklärte sich der Unparteiische selbst.
FC benachteiligt?Sky-Mann wittert Regelwidrigkeit – Schiri erklärt sich

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Marvin Schwäbe erreichte den Kopfball von Andrej Kramaric erst einige Millimeter hinter der Torlinie. Um die Entstehung des 2:1 für Hoffenheim gibt es allerdings Diskussionen.
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Es war eine Szene, die angesichts des „Tor des Jahres“ von Ragnar Ache etwas unterging. Dennoch gab es nach dem 2:2 des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim erneut Diskussionen um eine Schiedsrichter-Entscheidung.
Dieses Mal betraf es keine Elfmeter-Entscheidung wie in den vergangenen Wochen, sondern den Einwurf vor dem Gegentreffer zum 1:2. Den führte Albian Hajdari eilig, aber in den Augen einiger Spieler, keinesfalls regelkonform aus.
Schiri Schröder: „War für mich absolut regulär“
Die entscheidende Frage ist: Waren – wie es die Regel vorschreibt – bei der Ausführung beide Beine am Boden? „Ich habe in der Szene direkt zum Schiedsrichter gesagt, dass er beim Einwurf springt, aber letztlich liegt die Entscheidung bei ihm“, ärgerte sich Tom Krauß vergeblich.
Unterstützung bekam der FC-Profi von Didi Hamann, der die Szene ebenfalls nicht ganz sauber fand. Der Sky-Experte urteilte: „Der erste Eindruck war falscher Einwurf. Es gibt wahrscheinlich auch Schiedsrichter, die das anders bewerten.“
Robert Schröder und sein Gespann dagegen sahen in der Bewegung des Hoffenheimers nichts Illegales. Der Unparteiische wurde nach Schlusspfiff auf die Szene angesprochen und erklärte: „Ich habe die Ausführung gesehen und für mich war sie absolut regulär. Der Spieler ist zwar in einer leichten Bewegung, das ist aber erlaubt. Wichtig ist, dass beide Beine am Boden sind bzw. den Boden berühren. Und das ist hier der Fall, der eine Fuß steht ja auf dem Boden und der andere schleift so über den Boden.“
Eine Erklärung, die Hamann dann auch so gelten ließ. Unter dem Strich war es für den Ex-Kicker eine 50/50-Entscheidung, die allerdings (mal wieder) gegen den FC gewertet wurde.
„Man kann es wahrscheinlich noch durchgehen lassen. Er hat das sehr gut erklärt und deswegen kann man das glaube ich so stehen lassen“, sagte Hamann. Denn der Experte nimmt in dieser Situation vielmehr die Kölner Abwehr in die Pflicht, die das Tor von Kramaric nicht verhindern konnte.
„Die Kölner hatten genügend Leute hinter dem Ball, um die Situation zu klären“, sagte Hamann. Immerhin kam der FC nach dem Nackenschlag nochmal zurück und sackte endlich zumindest einen Punkt gegen ein Topteam der Liga ein. Ein Zähler, der im engen Rennen um den Ligaverbleib am Ende Gold wert sein kann.

