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„Auf allen Positionen Konkurrenzkampf“Krauß rüttelt FC vor Werder wach

Am Samstag trifft der 1. FC Köln daheim auf Werder Bremen. Im Kader könnte es einige Änderungen geben. Tom Krauß stand bisher in allen Pflichtspielen bis zum Schluss auf dem Feld. Er spricht über die FC-Entwicklung und den Konkurrenzkampf.

Das 1:4 in Stuttgart will Tom Krauß (25) schnell abhaken. Der FC-Sechser blickt schon voll auf das anstehende Heimspiel gegen Werder Bremen. Am Samstag (12. September 2026, 18.30 Uhr, Liveticker auf EXPRESS.de) geht es rund: „Zu Hause vor 50.000 Zuschauern! Darauf freuen wir uns extrem. Man hat gegen Hoffenheim gesehen, was das ausmachen kann“, sagt Krauß.

Er selbst stand in den bisherigen drei Pflichtspielen jeweils über die komplette Spielzeit auf dem Rasen. Als Sechser hat er seine Sache gut gemacht, aber auch er weiß, dass noch Luft nach oben ist. 

Tom Krauß: „Wir wollen ab der ersten Minute da sein“

Gegen Bremen ist der FC in dieser Bundesligasaison erstmals Favorit, es wird einige Umstellungen geben. Auch im Mittelfeld herrscht Gedränge mit Paul Okon-Engstler, Isak Johannesson und Ellyes Skhiri. Wie sieht Krauß die Situation? „Wir sind in der Bundesliga, da muss es auf allen Positionen Konkurrenzkampf geben. Man muss in jedem Training dem Coach zeigen, dass man spielen will. Bei Skhiri weiß jeder, was er kann. Er brauchte die ersten Wochen auch, um reinzukommen. Ob er in der Startelf steht, entscheidet der Trainer. Wir sind froh, dass Skhiri da ist.“

Krauß selbst hatte in den ersten beiden Ligaspielen gute Chancen, ein Tor konnte er allerdings noch nicht erzielen. Er hadert nicht lange: „Ich muss eigentlich schon zwei Scorer haben. Ich sehe es trotzdem positiv, dass ich jetzt überhaupt in diese Situationen komme. Ich mache da auch weiter und tue viel dafür, dass ich in diese Situationen komme. Man will der Mannschaft immer mit Toren helfen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Ich hoffe, dass ich bald meinen ersten Treffer machen kann.“

Mit Mikey Moore hat der FC eine Offensivwaffe dazu bekommen. Krauß meint: „Ich sehe seine Qualität, die ist unfassbar gut. Aber er ist auch noch relativ jung mit 19 Jahren. Ähnlich wie bei Said El Mala dürfen wir da nicht zu viel Druck aufbauen. Moore wird uns extrem helfen, wir versuchen, ihn bestmöglich einzusetzen.“ Sieht Krauß ihn mehr im Zentrum oder als Außenstürmer? „Ich sehe ihn sehr flexibel. Er kann außen spielen, aber auch auf der Zehn. Mir ist egal, wo er spielt, Hauptsache, er hilft uns und macht die gewissen Scorer für uns.“

So könnte der FC spielen: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Krauß, Skhiri – Moore – Thielmann, Dallinga, El Mala

Offensiv hat der FC mit Moore, El Mala, Dallinga, Ache, Bülter, Heskey, Maina oder Waldschmidt und Thielmann einige Akteure, die mächtig wirbeln können. Die Abwehr ist hingegen noch etwas wackelig. In den ersten beiden Ligaspielen gab es sechs Gegentreffer. 

Krauß bleibt cool: „Wir bekommen zwei, drei Gegentore zu einfach, das wissen wir auch. Daran müssen wir arbeiten. Denn wenn wir in jedem Spiel solche Gegentore bekommen, haben wir am Ende eine ganz komische Torstatistik. Das ist nicht unser Ziel. Trotzdem: Wir haben gegen zwei Topteams gespielt. Wir sind noch am Anfang der Saison und müssen noch viel verbessern. Wir wollen defensiv und offensiv nicht eine Macht sein, aber schon sehr, sehr stabil sein.“ 

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Und noch eine Schwachstelle wird beackert. Gegen Bremen wünscht sich Krauß, dass der FC gleich voll da ist. Bei den Spielen gegen Hoffenheim und in Stuttgart waren die ersten Halbzeiten eher mau. Danach drehte man plötzlich auf. Krauß sagt: „Auch das ist ein Prozess. Das Positive ist, dass wir zurückkommen und ein Spiel drehen können. Aber keiner will in Rückstand geraten, das kann man auch negativ sehen. Daran müssen wir arbeiten, dass wir nicht erst ab Minute 35 oder der  zweiten Halbzeit da sind. Wir wollen ab der ersten Minute da sein.“ 

Von Trainer René Wagner (38) spürt Krauß volles Vertrauen: „Wir hatten vor der Saison ein offenes Gespräch, da hat er mir gesagt, welche Punkte er von mir sehen will, was ich verbessern soll. Daran arbeite ich. Es freut mich, dass er bisher auf mich gesetzt hat. Aber wie bei jedem anderen gilt: Du musst jede Woche liefern. Und in jedem Training auch nach Niederlagen zeigen, dass du wieder in der Startaufstellung stehen willst. Ich bin noch nicht am Ende, kann mich noch viel entwickeln. Daran arbeite ich.“

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