Das Abstiegsgespenst geht umFC-Boss Kessler macht Konkurrenz Druck: „Für Mainz ein Nackenschlag“

Das Abstiegsgespenst beim FC Augsburg auf der Tribüne.

Das Abstiegsgespenst verbreitet im Frühjahr 2024 bei zahlreichen Bundesliga-Klubs Angst und Schrecken, hier beim FC Augsburg auf der Tribüne im Jahr 2019. 

Darmstadt, Mainz und Köln stehen aktuell auf den Abstiegsrängen bzw. auf dem Relegationsplatz – abschreiben will die Klubs noch keiner. Und sie selber haben lange noch nicht aufgegeben.

von Uwe Bödeker (ubo)Jürgen Kemper (kem)

Acht Mannschaften befinden sich aktuell noch intensiv im Abstiegskampf der Bundesliga. Augsburg (23 Zähler) hat als Tabellenelfter nur sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16, dahinter folgen Wolfsburg (23 Punkte), Mönchengladbach (22), Bochum (22), Union Berlin (21), der 1. FC Köln (16) sowie auf den direkten Abstiegsrängen Mainz und Darmstadt mit jeweils 12 Punkten.

Die großen Fragen lauten: Sind Darmstadt und Mainz noch zu retten? Und kann der 1. FC Köln den Relegationsplatz noch verlassen? Fünf Punkte sind es hinter Union. In Berlin fühlt man sich keinesfalls sicher.

Abstiegskampf: Köln will Druck auf die Konkurrenz erhöhen

Union Berlins Geschäftsführer Oliver Ruhnert (52) sagt: „Bei 13 Spieltagen sind noch zu viele Punkte zu vergeben, als dass man im Moment jemandem abschreibt. Mainz hat gerade den Trainer gewechselt. Es kommt ein neuer Impuls.“

Alles zum Thema Thomas Kessler

Platz 16 will er unbedingt verhindern: „Es müssen drei hinter dir bleiben. Weil der Drittletzte in eine Relegation geht, die am Ende auch nichts anderes ist als eine zusätzliche Lotterie.“ Diese Lotterie will man natürlich auch in Köln vermeiden.

Thomas Kessler (38), Sportchef beim FC, sagt zur Konkurrenz: „Wir können von außen draufschauen und sehen, dass da etwas passiert, dass da ein neuer Trainer eingestellt wird bei der direkten Konkurrenz. Wir haben uns ja auch zu einem Kurswechsel entschieden im neuen Jahr und sind mit unserer Entwicklung jetzt aktuell zufrieden. Ich glaube, dass der Punkt in Hoffenheim, wie bitter er auch war für uns kurz vor Schluss, für Mainz schon auch nochmal ein Nackenschlag war.“

Kessler weiß, dass im Tabellenkeller bei allen die Nerven blank liegen. Mit einem Erfolg im heimischen Rhein-Energie-Stadion am Freitagabend gegen Werder Bremen (16. Februar 2024, 20.30 Uhr/Dazn und Liveticker auf EXPRESS.de) könnte der FC das nächste Ausrufezeichen setzen. Bremen liegt auf Platz 10 mit 26 Punkten.

Kessler schielt aber eher auf die Teams hinter Köln: „Diese vier Punkte Vorsprung tut uns jetzt aktuell schon gut. Wir haben am Freitag einfach die Chance, den Druck nochmal zu erhöhen auf die Mannschaften, die über uns stehen, aber auch auf die, die hinter uns sind.“

Am Wochenende sind im Tabellenkeller folgende Spiele interessant: Köln gegen Bremen, Wolfsburg gegen Dortmund, Darmstadt gegen Stuttgart, Mainz gegen Augsburg, Hoffenheim gegen Union Berlin, Leipzig gegen Mönchengladbach und Bochum gegen den FC Bayern.