Bei ruhenden Bällen ist der 1. FC Köln in der Bundesliga offensiv wie defensiv oftmals nicht auf der Höhe. Das führt nun zu Anpassungen im Trainerteam.
Eklatante Standard-SchwächeFC zieht personelle Konsequenzen
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Die Gegentor-Flut nach Standards beim 1. FC Köln bringt nicht nur die Fans auf die Palme, sondern mittlerweile auch die Verantwortlichen. Thomas Kessler zieht nun die Konsequenzen aus dem bislang schwachen Abschneiden bei ruhenden Bällen.
Der Klub hat Hannes Dold mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Standardtrainer entbunden. Das bestätigte der Klub gegenüber EXPRESS.de am Rosenmontag (16. Februar 2026). Der 32-Jährige ist damit nicht länger Teil des Trainerteams um Lukas Kwasniok. Über diesen Schritt hatte zuvor der Kölner Fan-Account „Jasko1948“ bei X geschrieben.
FC bei ruhenden Bällen vorne und hinten schwach
Damit zieht der FC nun die Reißleine, nachdem man die Problematik seit Monaten nicht in den Griff bekommen hat und Kessler mittlerweile der Geduldsfaden gerissen ist.
Lukas Kwasniok war der Thematik zuletzt nur noch mit Galgenhumor begegnet. Vor dem Spiel in Stuttgart sagte er: „Es geht darum, leidenschaftlich gemeinsam zu verteidigen und keine unnötigen Freistöße zu provozieren. Denn bei Standards sind wir extrem gut. Wenn wir jetzt noch mehr gegen uns bekommen würden, dann haben wir erst recht gewonnen.“
Das Problem bei Standards offenbart sich beim FC aber nicht nur defensiv, wo man sich inzwischen 40 Prozent der Gegentore per ruhendem Ball gefangen hat, sondern auch offensiv. Der FC gehört mit vier eigenen Treffern zu den harmlosesten Mannschaften der Liga nach Standards.
Das geht auf die Kappe von Dold, der diese Saison kein erfolgreiches Konzept erarbeiten konnte. Der bisherige Co-Trainer wird zwar von seinen jetzigen Aufgaben entbunden, soll dem Klub aber in anderer Funktion erhalten bleiben. Der FC hält derweil Ausschau nach einem neuen Co-Trainer, der die Standard-Schwäche abstellen soll.

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Hannes Dold, hier im FC-Trainingslager im Gespräch mit Said El Mala.
Offen ist, ob Dold sich mit Kessler über eine neue Tätigkeit einig wird. Denn die Abberufung ist erst einmal ein harter Schlag für den langjährigen Mitarbeiter.
Bereits unter Christian Keller war Dold jedoch nicht unumstritten. Der Ex-Boss hegte damals ebenfalls Gedanken, Veränderungen im Trainerteam vorzunehmen. Doch nachdem der Geschäftsführer selbst von seinen Aufgaben entbunden worden war, bekam Dold eine neue Chance unter Kessler.
Hannes Dold arbeitet seit über zwölf Jahren beim FC, erlebte in dieser Zeit elf (!) verschiedene Trainer. Er fing als Praktikant am Geißbockheim an, stieg später zum Chef-Analysten auf, war dann Co-Trainer Spielanalyse und seit Sommer mit René Wagner und Frank Kaspari Co unter Kwasniok.


