Der 1. FC Köln musste eine knappe 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig einstecken. Lukas Kwasniok ärgerte sich dabei nicht nur über den VAR, sondern auch über eine notorische Schwäche seiner Mannschaft.
„Fuchsteufelswild“Kwasniok tobt wegen Tor-Szene: „Zum wiederholten Mal“

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Der 1. FC Köln kassierte gegen RB Leipzig durch Christoph Baumgartner (ganz links) das nächste Standardtor.
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Es ist das große Ärgernis in dieser Saison. Der 1. FC Köln bekommt seine Standardschwäche nicht in den Griff. Auch bei der Frust-Niederlage gegen RB Leipzig setzte es erneut ein Gegentor nach ruhendem Ball.
Nach einem Freistoß von Nationalspieler David Raum verlor Eric Martel das entscheidende Kopfballduell gegen Christoph Baumgartner, während Marvin Schwäbe im luftleeren Raum auf verlorenem Posten stand.
FC ist bei Standards das Schlusslicht der Liga
Lukas Kwasniok konnte seinen Ärger über das nächste Standardgegentor kaum verbergen. „Wir helfen ihnen, das 1:0 zu erzielen. Das macht mich fuchsteufelswild. Wenn man als Aufsteiger in der Liga bestehen will, muss man sich bei Standards besser anstellen. Das haben wir zum wiederholten Mal nicht gemacht“, schimpfte der FC-Trainer, der für den Montag eine intensive Analyse mit der Mannschaft ankündigte.
Der FC musste bislang in dieser Saison die meisten Standardgegentore der gesamten Liga hinnehmen. Auch im neuen Jahr ist keine Besserung in Sicht.
Für das Gegentor gegen den Dosen-Klub hatte Kwasniok hinterher eine plausible Erklärung, ohne dabei die Schuldigen beim Namen zu nennen. „Es gibt unterschiedliche Höhen, auf denen wir Freistöße aus dem Halbfeld verteidigen wollen. Heute war es weder Fisch noch Fleisch, weder der Sechzehner noch der Elfmeterpunkt. Das war keine Höhe von Vorteil“, ärgerte sich der Coach über das vermeidbare Gegentor.
Gleichzeitig erkannte er aber auch die individuelle Qualität von Torschütze Baumgartner an, der auch den zweiten Treffer des Tages erzielte und später mit seiner Torwart-Aktion für DIE Diskussions-Szene des Tages sorgte.
„Wir hatten heute nicht nur das Problem mit Standards, sondern auch, dass Christoph Baumgartner das falsche Trikot getragen hat“, sagte ein enttäuschter FC-Trainer, für den ein Unentschieden gerechtfertigt gewesen wäre.
So aber rückt unten alles wieder enger zusammen. Nach dem Überraschungssieg von St. Pauli gegen Stuttgart hat der FC nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz.

