Martel vor FC-Unterschrift Köln schließt vorletzte Transfer-Baustelle – eine große Frage bleibt

Steffen Baumart und Christian Keller kommen vom Training des 1. FC Köln.

Steffen Baumgart (l.) und Christian Keller (hier am 22. April 2022 am Geißbockheim) haben ihren Transfer-Wunschzettel frühzeitig abgearbeitet.

Mit der bevorstehenden Verpflichtung von Eric Martel schließt der 1. FC Köln die vorletzte Transfer-Baustelle. Die große Frage bleibt: Welche Profis verlassen den Klub?

Wenn der FC auf dem Rasen genauso Vollgas gibt wie aktuell auf dem Transfermarkt, kann die neue Saison kommen…

Schon vor dem Trainingsstart (Montag, 27. Juni 2022) ist Kölns Einkaufsliste so gut wie abgearbeitet. Nach der Verpflichtung von Eric Martel (20, soll von RB Leipzig kommen) bleibt nur noch ein Eintrag auf dem Wunschzettel von Sportboss Christian Keller (43). Und die Frage: Wer spült die benötigten Millionen-Einnahmen in die Klub-Kasse?

Thomas Kessler: „Im Rahmen unserer Möglichkeiten investieren“

So geräuschlos und kreativ wie derzeit lief selten ein Transfer-Sommer am Geißbockheim. Der FC hat zwar kaum Geld, dafür aber bereits eine Menge Talent an Land gezogen. Sechser Martel, Stoßstürmer Steffen Tigges (23) und Flügelflitzer Linton Maina (22) bringen viel Potenzial für die Zukunft mit, sollten allerdings auch direkt helfen können.

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Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36) sagt zu EXPRESS.de: „Wir wissen, dass wir nicht auf Rosen gebettet sind, aber natürlich müssen wir trotzdem im Rahmen unserer Möglichkeiten in den Kader investieren.“

Denis Huseinbasic (20) konnte seine Qualitäten bis dato lediglich in der Regionalliga unter Beweis stellen, ist aber ein Zugang ohne finanzielles Risiko. Und mit Kristian Pedersen (27) haben die Kölner den gewünschten Defensiv-Allrounder gefunden, der sowohl als Linksverteidiger als auch im Abwehrzentrum eine Alternative ist. Der ablösefreie Däne spricht Deutsch, ist durchaus torgefährlich und eroberte sich bei jeder seiner Stationen einen Stammplatz.

Chefcoach Steffen Baumgart (50) erklärt gegenüber EXPRESS.de: „Wir machen unsere Hausaufgaben. Was wir uns bislang vorgenommen haben, hat geklappt.“

1. FC Köln sucht einen weiteren schnellen Außenspieler

Christian Kellers auserkorene Transfer-Ziele sind kurz vorm Vorbereitungsauftakt bis auf eine Ausnahme abgehakt: Weiterhin gesucht wird ein schneller Außenstürmer, der auch zweite Spitze spielen kann.

Ein ablösefreier Mann, der diese Positionen abdeckt, wäre der in Köln geborene Jonathan Okita (25). Vergangene Saison schoss er für die NEC Nijmegen in der niederländischen Eredivisie sieben Treffer in 27 Einsätzen (plus sechs Vorlagen). Baumgart wollte Okita einst schon nach Paderborn holen, wie der „Geissblog“ berichtet. Gespräche über einen FC-Wechsel soll es aber nicht gegeben haben, den 25-Jährigen zieht es stattdessen nach Zürich.

Wirkliche Eile ist für die Kölner bei der Suche nach einer weiteren Offensiv-Alternative ohnehin nicht geboten. Womöglich warten die Verantwortlichen ab, welche Leih-Optionen sich nach Saisonstart auftun.

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Fakt ist: Auf der Abgangsseite muss in den nächsten Wochen noch deutlich mehr passieren, wenn der FC seine Spar-Ziele (20 Prozent weniger Etat und knapp zehn Millionen Euro Transfer-Einnahmen) erreichen will.

Stade Rennes an Ellyes Skhiri interessiert?

Mal wieder neue Spekulationen gibt es um Ellyes Skhiri (27). In Frankreich soll der Dauerläufer mittlerweile nicht nur bei Olympique Lyon, sondern auch bei Stade Rennes auf dem Zettel stehen. Bleibt Skhiri, müssen die Kölner die Gespräche bezüglich einer Vertragsverlängerung über 2023 hinaus forcieren. Bei der Winter-WM in Katar kann sich der Tunesier ins internationale Schaufenster stellen.

Neben Skhiri zählen Dejan Ljubicic (24) und Timo Hübers (25) zu den Baumgart-Profis, die eine stattliche Summe in die Klub-Kasse spülen könnten. Doch bislang ist die Lage am Geißbockheim ruhig.

Wer könnte sonst noch gehen? Timo Horn (29) soll weiter ein Thema bei Hertha BSC sein. Der FC würde ihm, ähnlich wie Ondrej Duda (27) und Sebastian Andersson (30), keine Steine in den Weg legen – aber viel Gehalt sparen.

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