Der 1. FC Köln kam bei Union Berlin nur zu einem 1:1. Bei einer Foul-Szene kochten die Gemüter hoch, während dem VAR aufgrund einer Technik-Panne die Hände gebunden waren.
Rot-Foul an El Mala?Technik-Panne verhinderte VAR-Entscheid

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Said El Mala und Zeno van den Bosch lieferten sich einige intensive Duelle.

Das sah gar nicht gut aus, wie sich Said El Mala beim Spiel gegen Union Berlin in der 37. Minute auf dem Boden wälzte. Der Superstar des 1. FC Köln schrie vor Schmerzen, zog sich immer wieder das Trikot über den Kopf und haute mit der Faust auf den Boden.
Kurz zuvor war der deutsche Nationalspieler übel von Gegenspieler Zeno van den Bosch von den Beinen geholt worden. Der Belgier trat El Mala von hinten auf die Achillessehne. Zum Glück für den Offensivspieler und den FC konnte El Mala nach kurzer Behandlung weiterspielen und später dann noch die Brüder-Premiere mit Malek feiern.
VAR hatte keine geeigneten Bilder zur Verfügung
Bevor es nach der Szene jedoch mit einem Freistoß weiterging, erkundigte sich der Kölner noch mal bei Schiedsrichter Richard Hempel, warum dieser dem Union-Verteidiger statt Rot nur die Gelbe Karte gezeigt hatte. Denn der Unparteiische beließ es nach der rüden Attacke lediglich bei einer Verwarnung, und wurde auch nicht vom Kölner Keller eines Besseren belehrt.
Wie jetzt herauskommt, hatte dies allerdings einzig und allein technische Gründe. Denn wie ein Sprecher der DFB Schiedsrichter GmbH auf „Kicker“-Anfrage bestätigte, standen Video-Schiedsrichter Patrick Hanslbauer nicht die nötigen hochauflösenden Bilder zur Verfügung.
Der VAR wollte die Szene zwar überprüfen, die Qualität der Bilder reichte allerdings nicht für einen Eingriff aus. Die Videos waren entweder zu unscharf oder aus der falschen Perspektive gefilmt. Demnach standen den Schiedsrichtern – wie auch dem Fernsehzuschauer – lediglich die Einstellung aus der Totalen und damit das DAZN-Bild zur Verfügung.
Aus der Distanz war es schlichtweg nicht möglich, die Szene abschließend zu prüfen. Das Foul sah zwar schon aus der Entfernung fies aus, für einen Platzverweis hätte es aber zwingend eine Nahaufnahme des Trittes geben müssen.
So bekam Schiri Hempel kein Signal und blieb bei seiner Entscheidung. Van den Bosch hatte Glück und durfte weiterspielen. Er lieferte sich bis zum Schlusspfiff noch einige intensive Duelle mit El Mala.
Der Kölner trug dabei sichtbare Spuren davon. In den Katakomben war eine größere Wunde oberhalb des Sprunggelenks zu erkennen. Der Schmerz war angesichts des Premieren-Tores seines Bruders Maleks allerdings auch schnell wieder vergessen.

