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Zähe Nummer in BerlinPokalschwung weg, aber El Malas schreiben Geschichte

Malek El Mala jubelt mit seinem Bruder Said El Mala über das 1:1 bei Union Berlin am 1. November 2026.

Copyright: IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Malek El Mala jubelt mit seinem Bruder Said El Mala über das 1:1 bei Union Berlin am 1. November 2026.

Am Sonntag musste der 1. FC Köln zum Ende des 8. Spieltags bei Union Berlin ran. Nach dem 5:0-Pokalsieg wurde es eine andere Angelegenheit. Einzig die El Malas sorgten für Freude!

Der 1. FC Köln musste nach dem 5:0 im Pokal über Union Berlin am Sonntag (1. November 2026) auswärts bei den Berlinern antreten. Am 8. Spieltag der Bundesliga ging es wieder um Punkte. Es wurde eine zähe Nummer.

Den Auswärtsfluch konnte der FC nicht beenden (seit Anfang Oktober 2025 ohne Sieg auf fremden Plätzen) und das FC-Spiel war im Vergleich zum Pokalauftritt wieder etwas müder, doch die El-Mala-Brüder schrieben Geschichte! Malek traf kurz nach seiner Einwechslung zum 1:1‑Endstand! In der Tabelle war der FC mit neun Punkten Zwölfter. Frankfurt oder Hamburg können im Abendspiel aber noch vorbeiziehen.

Malek El Mala versenkte den ersten Kölner Schuss aufs Tor

Dass es ein anderes Spiel werden würde, war bereits nach wenigen Minuten mehr als deutlich. Union ging nach zehn Minuten durch Janik Haberer mit 1:0 in Führung. Da sah die FC-Defensive nicht so gut aus. Joel Schmied wurde ausgespielt, Tim Skarke links im Fünfer freigespielt. Der Berliner drehte sich geschickt um Paul Okon-Engstler und Keeper Marvin Schwäbe. Seinen Pass versenkte Haberer aus drei Metern, da kam Borna Sosa mit seiner Grätsche zu spät.

In der Folge war der FC zwar bemüht, aber ideenlos. Und viel weniger aggressiv und mutig als im Pokal. Gefährliche Chancen gab es kaum. Maina stand bei einer knapp im Abseits. Union hätte kurz vor der Pause beinahe das 2:0 erzielt. Burcus Abschluss lenkte Schwäbe an die Latte. So ging Union mit einer knappen Führung in die Pause.

Von der Aggressivität und der Leidenschaft aus dem Pokalspiel war auch nach der Pause zunächst nicht viel zu sehen. Der FC gab den Unionern zu viel Platz, nach vorn gelang nicht viel. Nach einer Stunde reagierte FC-Trainer René Wagner und brachte die beiden Spieler, die zuvor aus der Startelf geflogen waren. Castro-Montes und Moore kamen für Sebulonsen und Johannesson.

In der 72. Minute schaute Maina dann bei einer Ecke entgeistert und schüttelte den Kopf. Der Grund: Er musste runter. Für ihn kam Malek El Mala. Das Debüt für die Brüder, 40 Jahre nach Klaus und Thomas Allofs, das erste Brüderpaar beim FC.

Maina wäre sicherlich gerne noch auf dem Feld geblieben, doch Wagner hatte ihn als Wechselkandidaten auserkoren. Nach dem Eckball hatte Said dann eine dicke Chance, doch sein Schuss ging drüber.

In der 79. Minute brachte Said El Mala den Ball nach einer Ecke (Sosa tippte den Ball nur an) in den Strafraum, Castro-Montes verlängerte auf Malek, der den Ball unter die Latte hämmerte. Said jubelte zuerst bei Trainer Wagner, rannte dann zu seinem Bruder! Was für ein herrliches Bild!

Malek versenkte den ersten Schuss des FC aufs Tor in diesem Spiel zum Ausgleich! Danach passierte nicht mehr viel. Ein Krauss–Schuss ging knapp drüber, aber ein Treffer wollte nicht mehr fallen. Said sagte nach dem Spiel: „Malek hat das total verdient, weil er hart arbeitet. Es freut mich, dass wir den Punkt mit nach Köln nehmen. Es ist kein Rückschlag nach dem Pokal, wir wussten, was auf uns zukommt. Ich hatte das Gefühl, sie waren mit 25 Mann da hinten drin.“

So startete der FC bei Union: Schwäbe – Schmied, Simpson-Pusey, Krauß – Sosa, Sebulonsen – Johannesson, Okon-Engstler – Maina, Bülter, S. El Mala

Zu den Wechseln in der Startformation meinte Wagner vor dem Spiel: „Castro-Montes kommt aus einer Verletzung, da wollen wir in der Englischen Woche kein Risiko eingehen. Und Moore ist ein junger Spieler, der gegen Schalke und im Pokal gestartet ist. Jetzt kommt er von der Bank. Da war er auch schon zweimal gefährlich auswärts, als er reingekommen ist und Energie gegeben hat. Das erhoffen wir uns natürlich.“

Weiter geht es für den FC mit dem Heimspiel am Sonntag, 8. November, 15.30 Uhr, gegen Bayer Leverkusen. Danach muss der FC zu Bayern München.