Das ist DIE Geschichte des 8. Spieltags: Said und Malek El Mala standen erstmals gemeinsam für den 1. FC Köln in der Bundesliga auf dem Platz. Malek traf dabei sogar zum 1:1 bei Union Berlin.
Verrücktes DebütEl-Mala-Traum: Das sagte Said zu Malek nach dem Tor

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Said und Malek El Mala nach dem 1:1 des 1. FC Köln am 1. November 2026 bei Union Berlin.
Er wusste gar nicht, wohin mit sich und seinen ganzen Emotionen. Malek El Mala (21) rannte im Seitgalopp und wild rudernd mit den Armen durch das Stadion An der Alten Försterei. Seinen Bruder fand er im Jubel erst ein paar Sekunden später. Said (20) war zuerst zu Trainer René Wagner (38) gelaufen.
Der Trainer hatte den Mittelstürmer beim Stand von 0:1 gegen Union Berlin erst spät gebracht und damit für das Brüder-Debüt gesorgt. Bis dato war noch kein Schuss des FC aufs Tor gegangen. Dann kam der Moment von Malek. Sosa tippte den Ball nach einer Ecke an, Said brachte ihn rein, Castro-Montes verlängerte und Malek stand goldrichtig, um die Murmel unter die Latte zu knallen!
Malek El Mala: Erstmals überholt er den kleinen Bruder Said
Was für ein Debüt, was für ein Jubel! Said und Malek titschten sich beim Freudensprung in der Luft gegenseitig an. Und Malek hielt wenig später sogar die „Man of the Match“-Trophäe in den Händen.
Bei Dazn stammelte er: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es fühlt sich einfach unglaublich an. Direkt reinkommen und fünf Minuten später das Tor machen. Unbeschreiblich.“ Malek stand eben da, „wo ein Neuner stehen muss.“
Und was hat Said ihm im Moment des Glücks zugeflüstert? Malek grinste: „Er hat mir direkt gesagt, dass er es selbst nicht geschafft hat, im ersten Spiel zu treffen. Erst im zweiten. Deswegen: nochmal ein bisschen besser dann.“ Dieses Mal hat der große Bruder den kleinen überholt – herrlich.
Malek stand bislang im Schatten von Said, dem kleineren (1,87 Meter zu 1,94 Meter) und jüngeren Bruder. Der Überflieger hat es im Rekordtempo schon zum Nationalspieler geschafft, während Malek immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte.
Jetzt hat sich Malek für alle Mühen belohnt: „Es war extrem wichtig für uns, dass wir hier noch einen Punkt mitnehmen. Mit meinem Bruder auf dem Platz zu stehen, bedeutet mir extrem viel. Nach dem Tor habe ich ihn gesucht, er war noch ein bisschen weiter weg, dann haben wir gemeinsam gejubelt.“ Das Handy von Malek wird jetzt bestimmt nicht stillstehen. Er will aber alles beantworten: „Einige werden bestimmt erst am Montag die Nachricht kriegen, aber ich gebe mein Bestes.“
Saids Freude war mindestens genauso groß, wie die von Malek: „Mich freut es extrem, weil er seit Wochen extrem hart arbeitet. Seine Qualität ist viel zu gut, um nicht in der Bundesliga zu spielen. Ich habe immer gesagt, dass seine Zeit kommen wird. Jetzt hat er es gleich gezeigt.“
Der jüngere El-Mala-Bruder schränkte ein: „Ganz zufrieden, bin ich trotzdem nicht mit dem Spiel, aber wir nehmen einen Punkt mit. Uns hat vielleicht ein Neuner gefehlt, auf den wir flanken können.“ Doch Trainer Wagner brachte Malek erst nach der 70. Minute.
Der Trainer meinte zum Malek-Debüt: „Wenn wir gegen den tiefen Block spielen, dann gibt es am Ende irgendwo nur noch Flanken. Und wir haben mit Malek El Mala eine einzige klare Nummer 9 im Kader und da muss ich den auch bringen. Und da ist es egal, ob es ein Spieler ist, der noch nie Bundesliga gespielt hat. Es gab ja einen Grund, warum er dabei ist. Wenn wir einen Mittelstürmer brauchen, dann setzen wir ihn auch ein. Und ich freue mich natürlich, dass er ein Tor gemacht hat. Ich hätte mich gefreut, dass wir vielleicht Bülter und ihn noch mehr gefunden hätten nach Flanken. Ich glaube, da hätten wir gefährlicher werden können.“
Ob er Malek gegen Leverkusen am kommenden Sonntag (8. November, 15.30 Uhr) früher bringen würde, ließ er offen. Mit Ragnar Ache kommt auch ein weiterer Mittelstürmer nach überstandener Muskelverletzung zurück in den Kader.

