Mikey Moore saß beim Spiel bei Union Berlin zunächst nur auf der Bank. Das sorgte für Unmut bei den Fans. Nach seiner Einwechslung sammelte der Engländer allerdings wenig Argumente für sich.
Fan-ÄrgerWagner erklärt Moore-Maßnahme – Youngster tut sich schwer

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Mikey Moore wartet beim 1. FC Köln noch auf seinen Durchbruch.

Es gab nicht wenige Fans des 1. FC Köln, die beim Blick auf die Aufstellung gegen Union Berlin schon den Kaffee auf hatten. Nach der 5:0-Gala im Pokal wählte René Wagner gegen die gleiche Mannschaft eine äußerst defensive Grundausrichtung.
Zu allem Überfluss ließ er zu Beginn auch noch Mikey Moore draußen, was für Ärger und Frust in den Foren sorgte. Der Vorwurf: Warum agiert Wagner gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidaten mit Fünferkette und verbannt einen potenziellen Unterschiedsspieler auf die Bank?
Moore kann Erwartungen bislang noch nicht erfüllen
War es nur Belastungssteuerung, nachdem das englische Juwel sowohl gegen Schalke als auch im Pokal gegen die „Eisernen“ von Anfang an gespielt hatte, oder hatte es auch mit den letzten Eindrücken zu tun? „Beides ein bisschen“, sagte Wagner nach dem mauen 1:1 an der Alten Försterei.
Denn bislang klaffen bei Moore Erwartungen und Wirklichkeit noch (zu) weit auseinander. Dem FC-Trainer wird nämlich auch nicht entgangen sein, dass sich das hochgelobte Talent noch äußerst schwer tut in der Bundesliga.
Bis auf die Vorarbeit gegen Stuttgart, die ihm offiziell nicht als Assist gutgeschrieben wurde, kam bislang wenig Konstruktives von Moore. Er versucht viel, ist mutig, geht in die Dribblings, hat aber dabei zu selten Erfolg. In Köpenick hoffte Wagner vergeblich auf die Joker-Qualitäten des 19‑Jährigen. „Ich glaube, von der Bank hat er auch schon gezeigt, dass er viel Energie bringen kann“, sagte der FC-Trainer über seine Idee.
Diese ging allerdings nicht auf. Denn offenbar wächst auch bei Moore selbst die Ungeduld auf das erste echte Erfolgserlebnis im FC-Trikot. Anders sind seine vielen kopflosen Aktionen zuletzt nicht zu erklären. Es scheint, als wolle der Engländer sein Glück erzwingen, indem er mit dem Kopf durch die Wand geht.
Auch gegen Union prallte er bei dem Versuch reihenweise an seinen Gegenspielern ab. Die Leichtigkeit der ersten Auftritte ist wie weggeblasen und die Spiele werden auch nicht mehr.
Inzwischen ist knapp ein Viertel der Saison rum und noch konnte er keine Spuren hinterlassen. Die Fähigkeiten und das Potenzial, ein Unterschiedsspieler für den FC zu sein, hat er unbestritten, dafür muss er in den kommenden Wochen aber deutlich zielstrebiger und klarer in seinen Aktionen werden.

