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Ismail Jakobs vor der Abreise in Donaueschingen. Er will seinen Stammplatz als Linksaußen in der Vorbereitung verteidigen.

Donaueschingen – Er war einer der Senkrechtstarter der vergangenen Bundesliga-Saison: Ismail Jakobs (21) wurde beim FC von 0 auf 100 zum Leistungsträger, glänzte vor allem während der Siegesserie zum Jahresstart.

Im EXPRESS-Interview spricht Kölns Eigengewächs über seine Ziele, sein DFB-Debüt und seine Heimat.

Ismail Jakobs: „Mein schönstes Erlebnis als Profi“

Ismail Jakobs, das Trainingslager ist geschafft. Haben Sie die harten Tage gut überstanden?

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Man fühlt sich ein bisschen müde und träge, aber das gehört dazu. Es ist für jeden eine harte Vorbereitung. Da müssen wir jetzt durch.

Worum ging es auf dem Trainingsplatz?

Nummer eins für den Trainer ist die Verteidigung. Wir müssen einfach weniger Tore kassieren in der neuen Saison. Und es ging um unser Konterspiel. Das kann eine Waffe sein.

In der vergangenen Saison waren Sie einer der Shootingstars beim FC. Was war Ihr Highlight?

Der Sieg gegen Leverkusen. Das war für mich bislang das schönste Erlebnis als Profi. Ich glaube, das war von der Leistung her bisher mein bestes Spiel – und es war halt gegen Leverkusen (lacht). Diese Rivalität gab es schon in der Jugend.

Nach der Corona-Pause lief es nicht mehr. Wo sehen Sie mit etwas Abstand die Gründe?

Wir hatten als ganze Mannschaft ein Down. Bei mir persönlich war es genauso. Durch meine Corona-Quarantäne war ich zwei Wochen raus, dann ging es sofort in die Spielvorbereitung – ich konnte meine Fitness nicht direkt wieder voll aufbauen. Und natürlich haben uns die Fans gefehlt. Wir vermissen sie einfach mehr als andere Mannschaften. Und sie sind auch ganz wichtig für mein Spiel.

Nun bleiben die Stadien mindestens bis Ende Oktober leer. Wie gehen Sie damit um?

Wir müssen es schaffen, als Mannschaft noch enger zusammenzurücken und uns gegenseitig zu pushen, wie wir es auch bei anderen Mannschaften erlebt haben. Wie am letzten Spieltag in Bremen. Wie laut es dort auf der Tribüne war – das bringt viel. Jeder muss für sich selbst einen Weg finden, alles aus sich rauszuholen.

Wie lauten Ihre Ziele für Ihre zweite Profi-Saison?

Das übergeordnete Ziel ist der Klassenerhalt. Ich will verletzungsfrei bleiben und viele Scorer-Punkte sammeln. Zu Beginn der vergangenen Saison habe ich gesagt, dass ich mit fünf Spielen zufrieden wäre – damit wäre ich jetzt nicht mehr zufrieden (lacht). Und ich möchte mich in der Nationalmannschaft etablieren.

Jakobs_Haubrichs_Zenge

Mit Ismail Jakobs (Mitte) sprachen Alexander Haubrichs (l.) und Martin Zenge.

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz war zuletzt am Geißbockheim. Wie lief der Austausch?

Das war ein ganz entspanntes Gespräch. Er hat mir Spielszenen von mir und der Nationalmannschaft gezeigt und die Philosophie des Teams erklärt. Auch Olympia war ein kleines Thema. Das wäre natürlich ein Traum.

War es für Sie mal ein Thema, für das den Senegal zu spielen?

Es gab nie Kontakt. Das ist die Heimat meines Vaters und genauso ein Teil von mir wie Deutschland. Aber ich habe mich für den DFB entschieden.

Wie stark sehen Sie den FC insgesamt?

Wir sind definitiv konkurrenzfähig. Aber ich denke, in dieser Saison wird jedes Spiel richtig schwierig. Trotzdem wünsche ich mir, dass wir den Klassenerhalt ein bisschen früher schaffen. Wir müssen dieses Mal von Beginn an punkten. Einen Corona-Rucksack aus der letzten Saison gibt es nicht.

Sie sind Teil der aktuellen Trikot-Kampagne. Dafür werden gern die Gesichter des Vereins genommen. Fühlen Sie sich schon als ein solches?

Als Gesicht des Vereins fühle ich mich noch nicht. Aber wenn man mehr spielt, bekommt man automatisch mehr Vertrauen und Aufmerksamkeit. In der Hierarchie der Mannschaft sehe ich mich trotzdem noch relativ weit unten, weil ich noch so jung bin. Ich bin zwar kein ganz Junger mehr, aber mein Platz in der Mannschaft ist auf keinen Fall sicher. Ich muss weiter Gas geben.

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Haben Sie eigentlich einen Karriereplan?

Nein, es kommt wie es kommt. Vor einem Jahr musste ich noch aus beiden Trainingslagern abreisen – einmal krank, einmal verletzt. Was seitdem passiert ist, hat keiner erwartet, das ist wie ein Traum. Deswegen lasse ich alles auf mich zukommen.

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Ismail Jakobs im Trainingslager in Donaueschingen

Was hat sich für Sie als Bundesliga-Profi neben dem Platz verändert?

Ich wohne weiter bei meinen Eltern in Erftstadt und will dort auch bleiben. Dort bin ich aus der Fußball-Blase raus, meine Familie und Freunde sind da – das sind keine Jungs, die etwas mit Fußball zu tun haben. Zu Hause fühle ich mich wie ein ganz normaler Junge, nicht wie ein Bundesliga-Spieler. In Köln merke ich schon einen Unterschied. Mittlerweile werde ich deutlich häufiger erkannt und angesprochen.

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Ihr Bruder spielt nun auch beim FC in der U15. Haben Sie nachgeholfen?

Beim Probetraining war ich dabei und habe ihn unterstützt. Ich habe den Kontakt hergestellt, aber durchbeißen musste er sich selbst. Er ist übrigens auch Linksverteidiger.

Man sieht, dass Sie großer Tattoo-Fan sind. Ist der FC schon auf Ihrem Körper verewigt?

Mal schauen, ob das noch kommt, es kann sein (lacht). Meine Tattoos haben auf jeden Fall alle eine Bedeutung für mich.

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