„Lücke, die du nicht geschlossen bekommst“ So trauern Podolski und der FC um Kult-Platzwart Dentinger 

Hansi Dentinger am Geißbockheim.

Hansi Dentinger (hier am 6. April 2020) verstarb am Sonntag (25. September 2022) nach kurzer, schwerer Krankheit.

Mit Hansi Dentinger verliert der 1. FC Köln seine gute Seele. Der Kult-Platzwart verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit. Lukas Podolski erinnert sich an einen besonderen Menschen.

Der 1. FC Köln hat seine gute Seele verloren, am Geißbockheim wehen die Fahnen am Montag auf halbmast. Kult-Platzwart Hansi Dentinger starb am Sonntag (25. September 2022) mit 69 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in einem Kölner Krankenhaus.

44 Jahre seines Lebens war er beim FC das „Mädchen für alles“. Egal ob Wolfgang Overath (78), Christoph Daum (68) oder Lukas Podolski (37) – sie alle schätzten den uneitelen und fleißigen Kölschen, der sich von der Katze bis zum Präsidenten um alle am Geißbockheim kümmerte.

Lukas Podolski: „Verlieren einen tollen Menschen und eine gute Seele“

Gegenüber EXPRESS.de zeigt sich „Poldi“ erschüttert über Dentingers Tod. „Ich kenne ihn seit fast 30 Jahren, bin mit ihm aufgewachsen, seit ich mit zehn Jahren zum 1. FC Köln kam. Solche Leute hinterlassen immer eine Lücke, die du nicht mehr geschlossen bekommst. Ich bin echt traurig, nicht nur der FC, sondern auch die Stadt, der Fußball und das Rheinland verlieren einen tollen Menschen und eine gute Seele des Vereins. Er wird vielen fehlen und ich werde ihn immer in Erinnerung behalten – und ich hoffe, auch der Klub wird seins dafür tun, dass man Hansi Dentinger nicht vergisst“, sagt Podolski.

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Der Weltmeister von 2014 ergänzt: „Für ihn war der 1. FC Köln sein Leben, er hat mit ganzem Herzen alles für Dich und den Klub gemacht. Egal ob für die Jugendspieler oder die Profis – Hansi hat immer jeden gleich behandelt und war für sie da. Was mir immer imponiert hat: Er hat immer darauf geachtet, dass alles stimmt. Ich werde nie vergessen, wie er auf seinem Traktor die Plätze begutachtet hat.“

Zuletzt war es sehr ruhig um „Hansi“ geworden, man sah den Kult-Platzwart immer seltener. Dabei war er am Geißbockheim zu Hause. 2016 räumten ihm die Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle lebenslanges Wohnrecht in seiner Einliegerwohnung ein.

Am Donnerstag brach Dentinger dort zusammen und musste mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. Am Sonntag hörte dann sein Herz auf zu schlagen.

„Die Nachricht, dass Hansi Dentinger gestorben ist, hat uns alle zutiefst berührt. Er war die gute Seele des Geißbockheims. Niemand war länger für den FC tätig als Hansi. Jeder Spieler, Trainer oder Mitarbeiter der letzten fast fünf Jahrzehnte kannte und mochte ihn – man konnte sich zu jeder Tages- und Nachtzeit auf ihn verlassen. Hansi war ein kölsches Original, und jeder hat eine besondere Anekdote mit ihm erlebt. Mit ihm geht ein großes Stück Geißbockheim-Identität, das nicht zu ersetzen ist. Der gesamte 1. FC Köln hat ihm sehr viel zu verdanken und wird ihn sehr vermissen“, sagte Präsident Werner Wolf (66).

Karl-Heinz-Thielen (82), der Dentinger 1976 zum FC holte, sagt zum Tod seines langjährigen Weggefährten: „Die Nachricht von Hansis Tod macht mich sehr traurig. Ich kannte Hansi schon vor seiner Zeit beim FC vom Tennisclub Blau-Weiß, wo er als Platzwart gearbeitet hatte. Er war sehr Fußball-interessiert, und da wir beim FC einen neuen Platzwart suchten, habe ich ihn gefragt, ob er für den FC arbeiten wolle. Hansi hat zum Glück damals zugesagt. Er war ein absoluter Glücksgriff. Man kann nur Danke sagen für die jahrelange Arbeit, die er für den 1. FC Köln geleistet hat.“

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