Ösi-StarWimmer über FC-Neuzugang: „Er ist ein richtig geiler Spieler“

Wimmer Shirt

von Alexander Haubrichs (ach)

Innsbruck – Diese Nominierung war Balsam auf die Seele für Kevin Wimmer (25). Der frühere FC-Profi ist zurück im Kreis der österreichischen Nationalmannschaft und trifft mit seinem Team heute (18 Uhr, ZDF) auf Deutschland und seinen ehemaligen Kollegen Jonas Hector (28).

Im EXPRESS spricht Wimmer über das Ende des England-Abenteuers, die neue Herausforderung Hannover und warum er an baldiges Wiedersehen mit dem FC glaubt.

Kevin Wimmer, Sie sind zurück in Österreichs Nationalteam. Wie ist die Stimmung?

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Wimmer: Der Neuaufbau ist in vollem Gange und wir haben viele junge Spieler dabei. Ich habe mich sehr gefreut, als der Anruf kam. Wir haben nach der verpassten WM-Qualifikation unter dem neuen Trainer Franco Foda eine gute Stimmung. Wir haben bislang alle Testspiele gewonnen. Zuletzt ja auch gegen WM-Gastgeber Russland. Aber die richtigen Brocken kommen ja jetzt erst noch mit Deutschland und Brasilien.

Für Sie die Top-Favoriten auf den WM-Titel?

Ja, absolut. Die Deutschen sind auf jeder Position doppelt mit Weltklassespielern besetzt, dazu kommt diese mannschaftliche Geschlossenheit. Und dann sind sie ja noch eine brutale Turniermannschaft. Sie gehören zu dem engsten Kandidatenkreis. Genau wie die Brasilianer mit all ihrer Qualität und Superstar Neymar.

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Ist das eine Auszeichnung, dass all diese Teams Österreich als Sparringspartner auswählen?

Ich denke schon. Das zeigt. dass wir anerkannt sind. Es ist schon bitter, dass wir im Sommer zuschauen müssen. Die EM muss das große Ziel sein.

Für Sie geht es jetzt zurück in die Bundesliga. Warum hat es in England nicht mehr gepasst?

Ich hatte ein tolles erstes Jahr in Tottenham, in der zweiten Saison habe ich dann nicht mehr soviel gespielt. In Stoke war ich sechs Monate lang Stammspieler. Dann kam der Trainerwechsel und ich war von jetzt auf gleich draußen. Das war eine harte Zeit für mich und es war mir klar, dass im Sommer eine Veränderung her musste.

Warum jetzt Hannover?

Weil die sich sehr um mich bemüht haben. Manager Horst Heldt und Trainer André Breitenreiter sind nach England gekommen, haben mir erklärt, was sie mit mir vorhaben.

Sie wollten mich unbedingt. Ich hatte gleich ein gutes Gefühl und freue mich riesig auf die Aufgabe.

Sie waren auch immer wieder in Köln. Wie haben Sie den Absturz des FC erlebt?

Das war schon kurios und unglaublich, bei all der Qualität in der Mannschaft. Ich freue mich, heute Abend Jonas Hector zu treffen, dass er und Timo Horn bleiben, ist natürlich eine Riesensache für den FC. Ich drücke den Kölner jedenfalls die Daumen – und rechne fest mit einem Wiedersehen in der Bundesliga 2019.

Im Nationalteam ist Kölns Neuzugang Louis Schaub ihr Kollege. Was können sie uns über ihn sagen?

Der Louis ist ein richtig geiler Spieler Er ist super am Ball. Dazu torgefährlich. Auch menschlich passt er super zum FC. Da haben die Kölner einen guten Fang gemacht, die Fans werden auf ihn stehen.