Abstiegs-Krimi in Müngersdorf 86. Minute! Bornauw köpft Köln in die Relegation

Tor-Sieg-Schalke

Das Tor des Tages: Sebastiaan Bornauw köpft den Ball zum 1:0 ins Schalker Tor.

Köln – Köln zittert, jubelt – und hofft weiter auf den Klassenerhalt! Der FC rettete sich am Samstagnachmittag (22. Mai 2021) mit einem 1:0 gegen Absteiger Schalke 04 in die Relegation. Dank Sebastiaan Bornauw!

  • 1. FC Köln gewinnt 1:0 gegen Schalke 04
  • Sebastiaan Bornauw erzielt Treffer des Tages
  • Jetzt geht es in die Relegation

86 Minuten lang tickte die Uhr für den 1. FC Köln gnadenlos Richtung siebter Abstieg, dann köpfte Bornauw eine Thielmann-Flanke zum erlösenden 1:0 ins Schalker Tor. Weil Bielefeld parallel mit 2:0 in Stuttgart gewann und Bremen 2:4 gegen Gladbach unterlag, geht es für Köln in der Relegation weiter. Werder folgt Schalke ins Unterhaus, die Arminia ist gerettet!

Jonas Hector: „Haben unsere Hausaufgaben gemacht“

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Kapitän Jonas Hector (30): „Wir haben das Ding heute gezogen, haben unsere Hausaufgaben gemacht. Schade, dass wir es nicht direkt geschafft haben, aber jetzt müssen wir die beiden Extra-Spiele nutzen.“ Wer der Gegner wird, entscheidet sich am Sonntagnachmittag (ab 15.30 Uhr) am letzten Zweitliga-Spieltag zwischen Fürth, Kiel und Bochum.

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FC-Kapitän Jonas Hector (r.) am Samstag (22. Mai 2021) im Zweikampf mit Schalkes Matthew Hoppe

FC-Keeper Timo Horn (28) erleichtert: „Das war heute eine Achterbahnfahrt der Gefühle.“

Sie begann knapp eineinhalb Stunden vor Anpfiff vor dem Rhein-Energie-Stadion, wo 1000 bis 1500 Anhänger die Mannschaft empfingen und mit einer Pyro-Show heiß auf das Abstiegs-Finale machten. Coach Friedhelm Funkel (67): „So etwas verinnerlicht man, das war noch mal der letzte große Ansporn.“

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Der Mannschaftsbus des 1. FC Köln wurde am Samstag (22. Mai 2021) mit einer Pyro-Show am Rhein-Energie-Stadion empfangen.

Im Stadion gaben dann die Verantwortlichen Vollgas, auf der Tribüne wurde jede geglückte Aktion frenetisch gefeiert. Finanzboss Alexander Wehrle (46) schrie: „Kommt schon, Männer!“ Von draußen schallten zudem die Gesänge der Anhänger auf den Rasen.

Borussia Mönchengladbach leistet 1. FC Köln Schützenhilfe

Die erste gute Nachricht kam nach vier Minuten aus Bremen: Gladbachs 1:0-Führung. Sportboss Host Heldt (51) tippte auf der Bank immer wieder nervös auf dem Handy rum, war wie schon in der Vorwoche in Berlin Funkels Ergebnisdienst.

Die Schützenhilfe des Erzrivalen nutzte ohne ein FC-Tor aber nichts! Köln brauchte 23 Minuten bis zur versprochenen Offensiv-Power. Doch weder Schmitz und Czichos noch Duda oder Kainz gelang das erlösende 1:0.

Nach der Pause spielte der FC auf die leere Südkurve, wo statt des lautstarken Anhangs nur eine Kerze stand. Das Feuer der Hoffnung brannte noch stärker, als Gladbach in Bremen auf 2:0 (52.) und 3:0 (58.) erhöhte. 

Sebastian Anderssons Treffer zählt nicht

Allerdings ging auch Bielefeld in Stuttgart in Führung (66.) – und der harmlose FC, für den so nur noch die Relegation drin war, brachte den Ball einfach nicht im Kasten unter.

Drama pur in der 71. Minute: Nach Freistoß von Hector traf Andersson zum 1:0 – doch das Tor zählte nicht. Nach Ansicht der Video-Bilder entschied Schiedsrichter Daniel Siebert auf Abseits. Özcan hatte ganz knapp in der verbotenen Zone gestanden und Sané geblockt. Heldt schlug die Hände über dem Kopf zusammen, Funkel schrie wie ein Rohrspatz! Torwart Horn später: „In dieser Saison kommt viel zusammen.“

Mittwoch wartet Relegations-Hinspiel auf 1. FC Köln

Während vor dem Stadion ein Mega-Böller in die Luft ging und Bielefeld auf 2:0 erhöhte (72.), musste der FC weiter anrennen. Wolf (77.), der eingewechselte Meyer (81.) und Andersson (85.) scheiterten allesamt an Fährmann. 

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DANN DIE ERLÖSUNG DURCH BORNAUW!

Der Held des Tages: „Das war das wichtigste Tor meiner Karriere, ich bin sehr happy. Wir haben heute alle zusammen eine gute Partie gespielt.“ Torwart Horn sprintete jubelnd über den kompletten Rasen: „Da fällt natürlich viel von einem ab.“

Friedhelm Funkel: 1. FC Köln hat sich Sieg verdient

Nach fünf Minuten Nachspielzeit und Zittern war es geschafft. Trainer Funkel: „Wir haben nie aufgesteckt, auch nicht nach dem aberkannten Tor. Diesen Sieg hat die Mannschaft sich verdient. Wir haben jetzt die Chance, in der Bundesliga zu bleiben. Und das wollen wir mit aller Macht schaffen.“

Mittwoch (26. Mai, 18.30 Uhr) kommt der Drittplatzierte der 2. Liga ins Rhein-Energie Stadion. Aktuell wäre Fürth (61 Punkte) der Relegations-Gegner, doch die Kleeblätter können Kiel (62) und Bochum (64) am Sonntag noch überholen. Das Rückspiel findet kommenden Samstag (29. Mai, 18 Uhr) beim Zweitligisten statt.

Horn fordert: „Jetzt müssen wir 180 Minuten noch mal alles geben!“

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