FC-Scheitern war abzusehen Trainer, Spieler, Sportchef – auf allen Ebenen zu wenig

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Markus Gisdol und der 1. FC Köln gingen am Samstag, 13. März 2021, bei Union Berlin baden.

Köln – Der 1. FC Köln gerät im Abstiegskampf mehr und mehr in Bedrängnis. Mit der 1:2-Auswärtspleite gegen Union Berlin hat sich Chefcoach Markus Gisdol (51), der auch am kommenden Samstag (20. März 2021) gegen Borussia Dortmund auf der Bank sitzen wird, angreifbarer denn je gemacht. Spätestens nach der Saison muss es Konsequenzen geben, findet unser Autor. Ein Kommentar.

Kommentar zur Niederlage des 1. FC Köln bei Union Berlin

Der 1. FC Köln im freien Fall. Die Mannschaft von Markus Gisdol ist mit einem Punkt und 3:11 Toren aus den letzten fünf Spielen das formschwächste Team der Bundesliga.

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Markus Gisdol und der 1. FC Köln gingen am Samstag, 13. März 2021, bei Union Berlin baden.

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In den vergangenen Monaten konnte der Trainer genau in solchen Situationen das Ruder rumreißen, rettete so trotz viel Kritik schon mehrfach seinen Job – oft mit mutigen Aufstellungen. Bei der 1:2-Pleite gegen Union Berlin griff er mit seinem Experiment allerdings völlig daneben. 

Gisdol schickte sämtliche zentrale Mittelfeldspieler ins Rennen, was schon vor Anpfiff für reichlich Zweifel sorgte. Und diese sollten im Laufe des Spiels nicht weniger werden. Kölns Plan ging zu keiner Zeit auf, jegliches Tempo fehlte. Union kontrollierte vom Start weg das Spiel, ohne einen glänzend aufgelegten Timo Horn hätte es schnell düster aussehen können.

1. FC Köln: Taktik gegen Union Berlin bleibt Rätsel

Wenn man seine Spieler (wie Özcan und Rexhbecaj über die Außen) fernab ihrer individuellen Fähigkeiten einsetzt, ist das Scheitern absehbar. Wie Gisdol an der Alten Försterei zum Erfolg kommen wollte, bleibt ein Rätsel. Darüber sollte auch die höchst schmeichelhafte Pausenführung nicht hinwegtäuschen.

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Doch wie dilletantisch der FC sein 1:0 dann herschenkte – das müssen sich vor allem die Spieler ankreiden lassen. Köln servierte den Berlinern die Tore, als müsse man sich für den eigenen, glücklichen Treffer noch nachträglich entschuldigen.

Fehler in der Kaderplanung des 1. FC Köln

Was folgte, war einmal mehr ein eindrucksvolles Eingeständnis der eigenen Kader-Fehlplanung: Trotz des Rückstands und null Torgefahr wechselte Gisdol seinen einzigen Stürmer, Emmanuel Dennis, erst 15 Minuten nach Unions 2:1 ein – weil er ihm nicht zutraute, der Mannschaft weiterzuhelfen. Ein vernichtendes Urteil für Horst Heldts Winter-Transfer. 

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Trainer, Mannschaft, sportliche Leitung – das ist momentan auf allen Ebenen zu wenig, um in der Bundesliga dauerhaft bestehen zu können. Daran würde selbst ein mutiger Auftritt im x-ten Endspiel gegen Dortmund nichts ändern.

Wer wissen will, wie man trotz bescheidener finanzieller Mittel, viel Bewegung im Kader und Verletzungspech maximalen Erfolg haben kann, muss sich nur Gegner und Mitaufsteiger Union Berlin (Platz 7) anschauen. Das gilt insbesondere für den Kölner Vorstand, der, egal wie das Rennen um den Klassenerhalt ausgeht, die zukünftige Ausrichtung hinterfragen muss. So eine Saison muss Konsequenzen haben. Vor allem, aber nicht nur auf der Trainer-Bank.

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